Apostel Steinbrenner: Durch Gebete ein Zeichen tätiger Liebe setzen

(02.03.2014) Hamburg. Seit 1927 wird der Weltgebetstag begangen – mittlerweile in mehr als 170 Ländern. Apostel Jörg Steinbrenner machte auf diesen Tag in den bereits erschienenen Gemeindebriefen (Ausgabe März) der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland aufmerksam. Nun ist das Wort zum Monat auch hier nachzulesen.

Liebe Glaubensgeschwister,

am 7. März ist Weltgebetstag. Zahlreiche Christen in etlichen Ländern wenden sich an diesem Tag mit besonderen Fürbitten an den dreieinigen Gott. Dabei wird uns bewusst, dass es sehr vielen Menschen auf dieser Erde nicht gut geht und sie unter Hunger, Krankheit, Krieg, Ungerechtigkeit und Vertreibung leiden.

Ich begrüße es, dass auf diesem Wege die hohe Bedeutung des Gebetes in das Bewusstsein vieler Menschen gerückt wird und auch wir nicht an den Nöten unserer Mitmenschen achtlos vorbeigehen.

Unser Katechismus macht in seinem 13. Kapitel wertvolle Ausführungen zum Thema Gebet. Wir lesen dort unter anderem:

"Ein Glaube ohne Gebet ist kein lebendiger Glaube. Im Gebet kommen Liebe und Ehrfurcht Gott gegenüber zum Ausdruck. Bitten werden in der Gewissheit vor Gott getragen, dass der Allmächtige alle Dinge zum Wohl des Beters und zu dessen ewigem Heil lenkt."

In dieser Aussage ist ein sehr bedeutsamer Aspekt enthalten. Unsere Gebete kreisen nicht ausschließlich um unser irdisches Wohlergehen und das anderer Menschen. Sie haben vielmehr das ewige Heil der Seele im Auge.

Dieser Gedanke leitet uns zu dem Höhepunkt dieses Monats, dem Gottesdienst für die Entschlafenen (am heutigen Sonntag, 2. März 2014 um 9.30 Uhr in allen neuapostolischen Gemeinden, Anm. d. Red.). Apostel Paulus schreibt im zweiten Kapitel seines ersten Briefes an Timotheus, dass Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, und nennt in diesem Zusammenhang Bitte, Gebet und Fürbitte für alle Menschen.

Durch unsere herzliche Fürbitte kann auch solchen Seelen, die zu ihren Lebzeiten auf Erden nicht die Möglichkeit oder den Willen hatten, die Gnade Christi anzunehmen, der Weg zur Erlösung geebnet werden. Gerne wollen wir daher durch unsere Gebete ein Zeichen tätiger Liebe setzen.

Herzliche Grüße

Jörg Steinbrenner

 

Anm. d. Red.: "Gottesdienste für Entschlafene sind besondere Höhepunkte im Kirchenjahr, sie finden jeweils am ersten Sonntag im Juli, im März und im November statt. Diese Regelung gilt seit Juli 1954 weltweit. In diesen Gottesdiensten wird in besonderer Weise der Verstorbenen gedacht und verlangenden Seelen im Jenseits werden die Sakramente gespendet." (Quelle: www.nak.org)

Fotos: Jessica Krämer, Archiv