Bezirksapostel Krause feiert ersten Gottesdienst für Mitarbeiter

(29.03.2014) Harsefeld. Ein außergewöhnlicher Tag und eine außergewöhnliche Gruppe an Gottesdienstteilnehmern: Nicht zu einer üblichen Gottesdienstzeit, sondern am Dienstagabend, 25. März 2014, kamen sämtliche Gläubige, die ehrenamtlich in der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland tätig sind, zum sogenannten Gottesdienst für Mitarbeiter in Harsefeld sowie in all jenen Gemeinden zusammen, in denen der Gottesdienst via Satellit übertragen wurde.

Ursprünglich hatte der Gottesdienst am Donnerstag, 5. Dezember 2013, stattfinden sollen. Doch aufgrund des Sturms Xaver, der in weiten Bereichen Norddeutschlands das Reisen zeitweise unmöglich machte, kamen die neuapostolischen Christen dreieinhalb Monate später zum Gottesdienst für Mitarbeiter zusammen. Für das Verständnis, das seine Glaubensgeschwister für die Terminverschiebung aufgebracht hatten, bedankte sich Bezirksapostel Rüdiger Krause gleich zu Beginn des Gottesdienstes.

Dem Dank für das Verständnis folgte der Dank für die vielfältige Mitarbeit. "Ich wollte euch aus meinem Herzen und aus den Herzen der Apostel ein Dankeschön aussprechen. (…) Ich weiß, dass ihr viel tut. (…) Danke für euren Einsatz, für eure Leistung und für eure Liebe. Jeder möge sich erfasst fühlen von dieser Dankbarkeit", so Bezirksapostel Krause, der auch im Folgenden nicht nur in seinem Namen, sondern auch im Namen der Apostel und Bischöfe sprach: "Wir sind nicht nur dankbar, wir sind auch stolz!"

"Wir könnten das niemals alleine tun"

Der Dank galt allen offiziellen beauftragten wie unterstützenden Mitarbeitern der Kirche: den aktiven, beurlaubten und im Ruhestand lebenden Amtsträgern, den Beauftragten für das Chor- und Musikwesen sowie den Lehrkräften der Unterrichte. Ferner galt der Dank allen weiteren Kirchenmitgliedern, die seelsorgerisch, organisatorisch, administrativ oder in sonstiger Form tätig sind, um einen Beitrag für die Gemeinde, den Kirchenbezirk, die Gebietskirche oder den Bezirksapostelbereich zu leisten.

"Wir könnten das niemals alleine tun", stellte der Bezirksapostel klar und meinte damit alle, die hauptberuflich für die Kirche arbeiten: sich selbst, die vier weiteren Apostel und alle Mitarbeiter der Kirchenverwaltung, die in den Bereichen Kirchenleitung, Verwaltungsleitung, Bau, Finanzen und Service arbeiten und gleichzeitig Dienstleister für die Kirchenbezirke und Gemeinden sind. (Nähere Informationen dazu sind den Jahresberichten 2011 und 2010 der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland zu entnehmen.)

Der ehrenamtliche wie freudige Einsatz der Gläubigen zeigte sich auch am Dienstagabend in vielfältiger Weise. So gestalteten beispielsweise ein Chor, ein Orchester, eine Pianistin und ein Organist den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes – unentgeltlich, wie in neuapostolischen Gottesdiensten üblich. Bezirksapostel Krause stellte auch diese Arbeit heraus, bedankte sich und hoffte, dass die Musikvorträge in den Übertragungsgemeinden ebenso beeindruckend gewirkt hätten wie in Harsefeld selbst.

Vertrauen zum Herrn trotz Probleme des Lebens

Entsprechend häufig nahm Bezirksapostel Krause – und später die beiden mitdienenden Apostel – in seiner Predigt Bezug zum Vortrag der Sänger und Instrumentalisten. Vor allem das Lied "Hier bin ich, Herr", das erst seit Einführung des überarbeiteten neuapostolischen Chorliederbuches zum Repertoire der Gemeindechöre gehört, zog sich wie in roter Faden durch den Gottesdienst. Als Grundlage für den Gottesdienst hatte Bezirksapostel Krause aus dem 111. Psalm die Verse 1 und 2 vorgelesen:

"Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran." Der Bezirksapostel machte auch auf eine andere Bibelübersetzung aufmerksam, die "im Rate der Frommen" mit "unter denen, die zu ihm halten" beschreibe (vgl. Gute Nachricht Bibel). Sich zum Herrn zu halten "trotz Problemen des Lebens", war ein Schwerpunkt in seinen weiteren Ausführungen. Diese Probleme konkretisierte der Bezirksapostel wie folgt:

Wenn der Arbeitsplatz verloren ginge, existenzielle Sorgen aufkämen, die Ehe zerbreche oder Krankheit aufkäme, das seien Probleme des Lebens. Doch hier gelte es, so der Bezirksapostel: "Werfen wir unser Vertrauen nicht weg!" Im Verlauf der Predigt zitierte er noch eine zweite Bibelstelle, Römer 1,20: "Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben."

Predigtbeiträge der Apostel Steinbrenner und Falk

Um weitere Predigtbeiträge bat der Bezirksapostel Apostel Jörg Steinbrenner ("Entscheidend ist, dass wir den Ruf des Herrn annehmen. Und wenn man mit ganzem Herzen dabei ist, dann hat man auch Freude daran!") und Apostel Uli Falk ("Mag es so sein, dass wir empfinden, dass Gott zu uns sagt: Ich bin dankbar dafür, dass du mitmachst, dass du durchgehalten hast und dass du hier bist, um mich zu hören."). Anschließend wurde – trotz des außerordentlichen Gottesdienstes – Heiliges Abendmahl gefeiert.

Der nächsten Gottesdienst, der via Satellit im gesamten Arbeitsbereich von Bezirksapostel Krause ausgestrahlt wird, findet Pfingstsonntag, 8. Juni 2014, statt, den Stammapostel Jean-Luc Schneider mit allen interessierten neuapostolischen Christen weltweit im Rahmen des Internationalen Kirchentags in München feiert. Weiter ist in Norddeutschland in diesem Jahr nur noch eine Übertragung eines Gottesdienstes mit Stammapostel Schneider geplant: am Sonntag, 12. Oktober 2014, aus der Gemeinde Flensburg.

Text: Björn Renz

Fotos: Heino Sartor