Schaukastenplakate 2015 unterstreichen Jahresmotto

(23.01.2015) Hamburg. Vor allen neuapostolischen Kirchengebäuden weltweit sind neue Plakate in den Schaukästen zu sehen. Die Serie besteht aus zwölf Monats-Plakaten und endet turnusgemäß im Dezember. Ihre zentrale Botschaft in diesem Jahr: Ich freue mich.

"Freude in Christus" ist das neue Leitwort, das Stammapostel Jean-Luc Schneider den neuapostolischen Christen für das neue Jahr gegeben hat. Neben dem obligatorischen Grußwort zu jedem Pfingstfest (2014: "Mit Liebe ans Werk") ist das Jahresmotto die zentrale Botschaft, die vom Stammapostel in alle Gemeinden gegeben wird.

Erstmalig ist das Jahresmotto nun auch in die Schaukastenplakat-Serie eingeflossen. "Ich freue mich" ist die Headline eines jeden Monatsplakats, die individuell fortgeführt wird. "Ich freue mich, weil mir mit Gott immer wieder ein Neuanfang gelingt", ist diesen Monat zu lesen. Kürzer im Monat Mai: "Ich freue mich, weil mein Glaube mir Sicherheit gibt."

Resonanz in sozialen Netzwerken

Erste Reaktionen zum Januar-Motiv werden aktuell in den sozialen Netzwerken diskutiert. "Für mich sagt es aus: Es ist nie zu spät und man ist nie zu alt sich für Gott zu entscheiden", so ein Eintrag einer Deutschen auf Facebook. Und aus Frankreich: "Das ist eine liebevolle Mamy, die Gott dankbar ist für jeden Tag, den sie geschenkt bekommt."

Wie in den Jahren zuvor bekräftigen die Plakate das einheitliche Bild der Neuapostolischen Kirche weltweit, denn mit entsprechenden Übersetzungen gelten sie für jede Gebietskirche. Allein im Bezirksapostelbereich Norddeutschland wurden neben der deutschen Fassung vier weitere Versionen angefertigt: in Dänisch, Englisch, Estnisch und Norwegisch.

Impulse auch für Gottesdienste

"Weltweite Plakat-Kampagne klingt natürlich toll", so ein Mitglied der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit International, die für die Konzeption und Realisierung verantwortlich ist. "Doch die Schaukastendichte hier in Deutschland ist nicht repräsentativ. Es gibt Regionen, in denen nicht ein Schaukasten vor unserer Kirche steht – hierzulande undenkbar."

Die Popularität der Schaukastenplakate steht innerkirchlich jedoch außer Frage. Gerade in Norddeutschland, wo die Plakate enstehen, und in den weiteren deutschsprachigen Bezirksapostelbereichen sind sie immer wieder ein Thema, manchmal sogar in der Predigt: "Ich habe öfters schon einen Gedanken des Monatsplakats aufgegriffen", so Apostel Uli Falk.

Glaube soll entdeckt werden

Der Popularität sind sich auch die Laien-Models bewusst, die allesamt Kirchenmitglieder sind. Abgeschreckt hat sie der Gedanke an die Popularität aber nicht. "Ich brauche mich mit meinem Glauben ja nicht verstecken", brachte es ein Model während des Fotoshootings auf den Punkt. "Ich will ja das Gegenteil: Dass man meinen Glauben entdeckt!"

Text: Björn Renz

Fotos: Angela Pfeiffer, Björn Renz