Zwischen Tafelberg und Robben Island – Norddeutsche in Südafrika

(19.04.2015) Hamburg. Fünfzig Jugendliche von Ostfriesland bis Mecklenburg-Vorpommern traten Ende Februar einen Gegenbesuch in Kapstadt an, zu dem sie Bezirksapostel Noel Barnes 2012 eingeladen hatte, als er mit Jugendlichen aus Südafrika im Bezirksapostelbereich Norddeutschland war (wir berichteten). Annika Bühnemann schildert ihre persönlichen Eindrücke der Reise.

Worte können nicht wiedergeben, mit welcher Freude und Liebe die Norddeutschen vor Ort empfangen und begleitet wurden. Bereits am ersten Tag warteten afrikanische Jugendliche mit Welcome-to-Capetown-Transparenten mehr als drei Stunden am Flughafen auf die Ankunft der Deutschen.

Zehn Tage mit mehr als zehn Highlights

Mit großem Engagement hatten die Gastgeber ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Drachenbootrennen und Besuch von Robben Island (der Insel, auf der Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war), Sightseeing-Touren, Führung durch die Kirchenverwaltung, Besichtigung der Hostienbäckerei, eine Tour auf und über den Tafelberg, Weintasting, Besuch des Taal Monuments und ein Strandtag.

Abends stand Gemeinschaft im Camp mit jeweils einer anderen Jugendgruppe auf dem Programm. Was nicht fehlen durfte: Am ersten Sonntag ein Gottesdienst mit Bezirksapostel Noel Barnes in Tafelsig sowie am Mittwoch und am letzten Sonntag Gottesdienste mit Apostel Allister Kriel.

Gottesdienst zum Gedenken an Entschlafene

Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird den Teilnehmern wohl der Gottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen am Abreisetag. Nicht nur, weil es ein sehr besonderer Gottesdienst war, sondern weil er in einer Gemeinde stattfand, die direkt in einem der Townships (Armenviertel) liegt und daher die Jugendlichen emotional tief berührte.

Obwohl jedem klar war, dass diese Menschen im Grunde nur das besaßen, was sie am Leib trugen, merkte man ihnen keine Sorgen an. Sie sangen mit voller Lebensfreude in ihrer Muttersprache Xhosa, feierten den Sonntag, wünschten den Deutschen viel Segen und alles Gute und bekundeten wieder und wieder ihre Liebe zu den deutschen Geschwistern.

Afrikanische Freude nach Norddeutschland

Auf der Rückfahrt zum Flughafen ließen viele Jugendliche tief in ihr Herz blicken, als sie nacheinander vor der Gruppe zusammenfassten, wie sie die Reise erlebt hatten. Eine Sache lag dabei allen am Herzen: Die "afrikanische Freude" nach Norddeutschland zu transportieren.

Text: Annika Bühnemann

Fotos: Jurek Schwekendiek