Stammapostel Schneider in Dänemark

(01.05.2015) Tønder. Ohne Satelliten-Übertragung, aber erneut mit klaren Botschaften: Vier Wochen nach seinem Besuch in Hamburg-Lurup kehrte Stammapostel Jean-Luc Schneider in den Bezirksapostelbereich Norddeutschland zurück und feierte am Sonntag, 26. April 2015, einen Gottesdienst mit rund 200 dänischen Glaubensgeschwistern und zwanzig deutschen Gästen in Tønder.

"Und wer immer bei sich edle Steine hatte, der gab sie zum Schatz des Hauses des Herrn unter die Hand Jehiëls, des Gerschoniters. Und das Volk war fröhlich, dass sie so willig waren; denn sie gaben's dem Herrn freiwillig von ganzem Herzen. Und der König David war hocherfreut." Diese Worte aus 1. Chronik 29,8.9 erklärte der Stammapostel zur Grundlage seiner Predigt, die später die Apostel Thomas Deubel (Schweiz) und Jürgen Loy (Süddeutschland) ergänzen sollten.

"Wir haben natürlich noch etliche Gäste", so der Stammapostel, der nach dem zweiten ergänzenden Predigtbeitrag unter anderem auf den mitgereisten Bezirksapostel Rüdiger Krause sowie die Bischöfe Arvid Beckmann und Rainer Knobloch anspielte. "Aber", so der Stammapostel weiter mit Blick auf seinen Übersetzer, "ich habe auch ein bisschen Mitleid mit dem Bezirksältesten". So zeigte er sich gewohnt humorvoll – doch der Klarheit seiner Botschaften tat dies keinen Abbruch.

Opfer bringen – willig und freudig

"Keine Angst, es geht heute nicht ums Geld", schickte Stammapostel Schneider vorneweg, als er einleitend auf den Kontext der vorgelesenen Bibelstelle einging und betonte, dass heute wie damals "gegeben werden" müsse. Denn der Tempel stehe einerseits als Bild für die Kirche Christi, andererseits als Bild "unserer Seele". Folglich gehe es darum, "etwas dazu beizutragen, zum Bau der Kirche Christi, zu unserem eigenen Heil. Und wir sollen dafür Opfer bringen – willig und freudig."

Was es zu opfern gelte, war Kern der Predigt, die der Stammapostel später wie folgt zusammenfasste: "Ein paar Opfer, die wir bringen können: Den alten Adam, unsere Vorstellungen, unsere Ideen, unsere Wünsche, wenn sie nicht erfüllt werden. (...) Wir sind auch bereit, freiwillig und mit Freude zu opfern, um die Einheit zu gewährleisten. (...) Und wenn wir es freiwillig und von ganzem Herzen machen, will sich unser Herr (...) freuen. Und seine Freude wird zu unserem Segen."

Über die Methode Jesus Christus

Weiter knüpfte der Stammapostel an Punkte seiner Predigt in Hamburg-Lurup Ende März an. So untermauerte er den Gedanken, dass Jesus kein Stratege und die Kirche kein Unternehmen sei, sondern die Impulse des Heiligen Geistes wichtig wären, unter anderem mit den Worten: "Wir bemühen uns weiter die besten Methoden zu finden, aber verlassen wir nicht die Methode Jesus Christus: Bekenne dich zu deinem Glauben, lebe nach dem Evangelium, liebe deinen Nächsten (...)!"

Um die Liebe geht es auch beim nächsten Besuch des Stammapostels in Norddeutschland: Der Jugendtag 2015, der am 7. Juni im Congress Center Hamburg stattfinden wird, soll unter dem Motto "Wenn du mich liebst..." stehen. Zuvor kann aber noch am 24. Mai die Gottesdienst-Übertragung zum Pfingstfest 2015 verfolgt werden, wenn der Stammapostel Sambia besucht. Die letzten beiden Übertragungen des Jahres erfolgen am 27. September aus Düsseldorf (für Amtsträger) und am 6. Dezember aus Güstrow.

Text: Björn Renz

Fotos: Nicko Olesen, Vicy Poggemöller