Portrait zum 95. Geburtstag:

Schwester Elisabeth Gatzke oder: „Ich bete an die Macht der Liebe“

Zwischen den beiden großen Weltkriegen des 20. Jahrhunderts erblickte das älteste Gemeindemitglied der Gemeinde Lübeck-Schlutup, Schwester Elisabeth Schlichting (später Gatzke)  am Mittwoch, den 08.03.1922 in Travemünde das Licht der Welt.     

Am Mittwoch, den 08.03.2017 ließ es sich unser Bezirksältester Roland Stodtmeister nicht nehmen, den Gottesdienst in unserer Gemeinde zu halten und gleichzeitig herzliche Glückwünsche zu diesem besonderen Geburtstag selbst zu überbringen.

Nach der Geburt verzog die Familie unserer Schwester nach Lübeck und lernten die Neuapostolische Kirche kennen.

Die kleine Elisabeth wurde am Sonntag, den  06.04.1930, in Lübeck getauft und erfuhr die Heilige Versiegelung am 18.05.1930, ebenfalls in Lübeck. Im Jahr 1937, am 21.03., erlebte sie dann ihre Konfirmation.

Sie erlernte den Beruf der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und arbeitete in einer Lübecker Rechtsanwaltskanzlei bis 1953. Schwester Gatzke hatte dadurch die besondere Technik des Stenographierens erlernt und half bei größeren Gottesdiensten das gesprochene Wort festzuhalten und übersetzte dann danach.

1951, als die Zeiten nach dem Krieg etwas besser wurden, lernte sie Heinz Gatzke, den späteren Diakon (zuletzt Lübeck-Brandenbaum) kennen und es wurde geheiratet. Am 26.08.2001 verstarb ihr Mann dann leider.

Die Ehe wurde mit 4 Kindern gesegnet: Bärbel Baumgärtner, geb. Gatzke (heimgegangen im Jahre 2011), Gerd (Diakon i.R.), Klaus (Priester in Lübeck) und Horst (Vorsteher und Priester in Neustadt).

Inzwischen hat Schwester Gatzke 11 Enkel und 4 Urenkel. Einige ihrer Lieben hat sie bereits, unter tragischen Umständen, abgeben müssen. Schwester Gatzke besucht mit Hilfe von Glaubensschwester Karin Matthiessen und ihrer Kinder und Enkel regelmäßig die Gottesdienste in unserer Gemeinde. Nur ab und an nutzt sie die technischen Möglichkeiten eines Telefongottesdienstes.

Schwester Gatzke löst immer noch gerne Kreuzworträtsel und schaut im Fernsehen interessiert die Nachrichten, Snooker und Tennis. Sie genießt das Essen, geht auch gerne in Restaurants, aber versorgt sich überwiegend selbst zu hause.

Wir wünschen nochmals alles Gute, Gesundheit und schönes Erleben in der Familie und der Gemeinde!