3. Treffen des Gesprächskreises „Seelsorge und Behinderung“ aus Niedersachsen

Das dritte Treffen von Geschwistern mit Behinderungen, Angehörigen und Unterstützern fand 2016 in der Gemeinde Braunschweig statt.

An dieser Stelle herzlichen Dank für die tatkräftige Unterstützung von der Gemeinde.

In kurzer Zeit entwickelte sich ein reger Gesprächsaustausch zu den Möglichkeiten

Geschwister mit Handicap in den Gemeinden mehr zu integrieren und Barrieren abzubauen. Die möglichst umfängliche Teilhabe an den Gottesdiensten, Musik- und Gemeinschaftsaktivitäten ist weiterhin Maßstab für gelebte Inklusion.

Für Geschwister mit Lernschwierigkeiten, Einschränkungen der Konzentrationsfähigkeit bzw. Demenzerkrankungen gab es Überlegungen, wie man Gottesdienste so gestalten kann, dass keine Überforderung entsteht. Die Gottesdienste für Hörgeschädigte in klarer und einfacher Sprache bieten hier eine Möglichkeit und werden von hörenden Geschwistern oft als intensiv erlebt.

Wiederholt wurden die baulichen Barrieren angesprochen. Beispielsweise können Rollstuhlfahrer nicht im höhergelegenen Kirchenschiff am Gottesdienst teilnehmen. 

Die Finanzierung von Fahrstühlen ist ein Herzenswunsch vieler Geschwister, stellt unsere Kirche aber vor große finanzielle Herausforderungen.

Teilnehmer berichteten aber auch davon, wie mit persönlichem Engagement und manchmal kleinen Veränderungen viel Positives bewirkt werden kann.

Weniger Barrieren 

In der Gemeinde Burgdorf wurde z.B. eine behindertengerechte Toilette eingebaut. Viele helfende Hände aus der Gemeinde waren dort  im Einsatz – ein toller Erfolg. Außerdem wurden für das Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst niedrige Bistrotische angeschafft, sodass Geschwister im Rollstuhl ihre Kaffeetasse abstellen können und Gespräche auf Augenhöhe möglich sind.

„Verschieden ist normal“

Bei der Jugend des Bezirks Hildesheim ist Inklusion nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis. Sie ist ein gutes Beispiel für christliches  Miteinander. Durch ihre Offenheit und individuelle Unterstützung  können auch Jugendliche mit Handicap an den Jugendfreizeiten und Choraktivitäten teilnehmen. Dies erfordert Toleranz und gegenseitiges Verständnis. Das Bewusstsein Teil einer tollen Gemeinschaft zu sein, stärkt in hohem Maß das Selbstwertgefühl der betroffenen Geschwister und schafft eine gemeinsame Identität. Der absolute Höhepunkt für die jungen Geschwister war das Mitwirken beim Konzert für unseren Bezirksapostel Klingler mit dem Stammapostel in der Stadthalle Hannover.

Informationen im Internet

Der Internetauftritt ist nach dem Zusammenschluss der Gebietskirchen völlig neu gestaltet.

Die Informationen zum Thema „Kirchenmitglieder mit Behinderung“ sind  aus Sicht der Teilnehmer unzureichend. Es fehlen vor allem die Ansprechpartner mit Kontaktdaten. Die Zuordnung ist weiterhin wie folgt:

  • Bezirk Hannover Süd-West: Diakon Andreas Rewald
  • Bezirk Hannover Nord-Ost: Schwester Renate Lütge
  • Bezirk Braunschweig: Schwester Renate Lütge
  • Bezirk Hildesheim: Bezirksevangelist Siegfried Falk
  • Bezirk Wolfenbüttel: Priester Uwe Eggers
  • Bezirk Göttingen: Priester Uwe Eggers

Auch die Berichte über bisherige Aktivitäten sind verschwunden. Die Inhalte des Internetauftritts sollten möglichst bald mit den Ansprechpartnern aus allen Regionen unserer Gebietskirche abgestimmt und verbessert werden.

Ausblick

Das nächste Treffen des Gesprächskreises wird im Frühjahr 2017 stattfinden. Termin- und Veranstaltungsort wird rechtzeitig in den Gemeinden bekannt gegeben und auch über die Gebietskirchen-Info kommuniziert.