Apostel Schulz in Hamburg-Sinstorf

Lange hat die Gemeinde auf den Besuch des Apostels gewartet. Am 2. November war es endlich soweit. Apostel Dirk Schulz hat in der Gemeinde Hamburg-Sinstorf seinen ersten Gottesdienst gehalten.

Zu diesem Abendgottesdienst waren auch die Vorsteher und Bezirksämter des Bezirkes jeweils mit Ehefrauen eingeladen. Auch die Bezirksämter i. R. und der Stammapostel i.R. Leber waren eingeladen. Das »Kleine Bezirksorchester« erfreute die Anwesenden vor und nach dem Gottesdienst mit seinen Musikstücken. Nach dem vorgelesenen Bibelwort aus Matthäus 20, 8: »Als es nun Abend wurde, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und fang an bei den letzten bis zu den ersten« ist der Apostel zunächst auf das Chorlied eingegangen (Lieber Vater, lehr mich danken). Er sagte, dass wir oft vergessen zu danken, weil wir uns schnell an bessere Umstände und Dinge gewöhnen würden. Auch für unsere Gotteskindschaft sollten wir dem lieben Gott gegenüber immer Dankbarkeit erzeigen.

Vom Gottesdienst des Bez.-Apostels, bei dem Apostel Schulz zugegen war, berichtete er, dass die Hoffnung für uns ein Anker der Seele sein möge, der uns in der Gemeinschaft mit Gott erhält. Einen Anker, der gesetzt ist, den sieht man nicht. Man kann nur die Kette erkennen, die schräg ins Wasser führt. Aber dieser Anker sorgt dafür, dass das Schiff nicht abtreibt, sondern an der Stelle bleibt, wo es bleiben soll. Weil es Strömungen unter Wasser und stürmisches Wetter über Wasser gibt, ist das Ankern bei Bedarf unerlässlich. Dies verglich der Apostel mit unseren Problemen, Krankheiten und Leiden im Leben, in der Familie und auch in der Gemeinde. Unser Glaube an den Herrn und die Hoffnung auf die Erfüllung seiner verheißenen Wiederkunft und damit verbunden, die ewige Gemeinschaft im Reich Gottes, das ist dieser Anker. Dieser Anker möge dafür sorgen, dass wir beim Herrn bleiben und nicht abtreiben im Geisterstrom dieser Zeit.

Auf das Wort eingehend, erwähnte der Apostel, dass man sich schnell mit anderen vergleicht und dabei meint, man hätte doch viel mehr für den Herrn getan. Das müsste doch anerkannt werden. Doch solche Gedanken mögen nicht aufkommen. Denn der liebe Gott hat ganz andere Maßstäbe als wir denken. Wir wollen viel großzügiger den anderen gegenüber sein. Solche Vergleiche sind nie richtig und bringen keinen Gewinn.

Bezirksevangelist Freisleben sagte in seinem Mitdienen, dass Dankbarkeit eine Herzenseinstellung ist. Und der Lohn, den der liebe Gott für alle gleichermaßen auszahlt, ist die Gotteskindschaft und damit verbunden die ewige Gemeinschaft mit ihm in seinem Reich. Etwas größeres gibt es nicht.

Nach der Verabschiedung von den Anwesenden hat sich der Apostel für die Aufnahme und die wohltuende, liebevolle Atmosphäre in der Gemeinde bedankt. Weil er am nächsten Tag mit den Aposteln und Bischöfen nach Gotha reisen wollte,fand auch kein weiteres Zusammensein mehr statt.