Jugendgottesdienst in Hamburg-Harburg

„Ich starte in jeden neuen Tag mit Franzbrötchen, Kaffee und Gott!“

In der Gemeinde Hamburg-Harburg fand am 5.2.2017  für viele neuapostolische Jugendliche ein ganz besonderer Gottesdienst statt.
Zusammengekommen waren die überwiegend jungen Teilnehmer aus den Bezirken Stade und Lüneburg und aus allen vier Hamburger Kirchenbezirken.

Die Jugendlichen trafen sich vor dem Gottesdienst ab 9:30 Uhr in der Kirche um unter anderen diesen Tag mit Franzbrötchen und Kaffee zu beginnen. Gott kam dann etwas später dazu.

Besonders war dieser Gottesdienst allein schon deswegen, weil er von der Jugend gewünscht und eingefordert wurde. Normalerweise beginnt das Jahr für sie mit einem Jahresauftaktgottesdienst, der für das Jahr 2017 dieses Mal nicht vorgesehen war. Es war aber der Wunsch der jungen Christen in diesem Kreis zusammenzukommen und gemeinsam in das begonnene Jahr zu gehen.

Der Gottesdienst wurde von Apostel Uli Falk gehalten und als Textwort diente aus Matthäus 7, der Vers 21:
„ Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“

Als Eingangslied wurde aus dem Gesangbuch 410 „Ich weiß nicht wann Christus als König erscheint“ gesungen.

Schon vor Beginn des Gottesdienstes erfreute der Jugendchor in beeindruckender Weise die Anwesenden.
Mit „Morning has broken“, „Welch ein Freund ist unser Jesus“, „Bless the Lord  - Ten thousend Reasons“; „Jesus your light“ seien  nur einige Lieder genannt die der Chor erfrischend und begeisternd vorgetragen hatte.

Apostel Falk diente der Jugend in einer ebensolch erfrischenden Art und Weise die bei allen Anwesenden recht häufig der  Grund für fröhliches Lachen war.
Sinngemäß sagte der Apostel folgendes:

Hier in der Gemeinde Hamburg-Harburg fand die erste „Zukunftswerkstatt“ statt, wo junge Christen die Möglichkeit nutzten ihre Vorstellungen und Wünsche an ihre  Kirche klar und deutlich auszudrücken und Ideen und Vorschläge für die Gestaltung von Gottesdiensten oder anderen Aktivitäten einzubringen.
Was auffällig war ist der Gedanke dass die Jugendlichen nach der Glaubwürdigkeit  im Gemeindeleben und in den Predigten fragten. Sind wir als Amtsträger authentisch  wenn wir am Altar stehen? Ist unser Wandel deckungsgleich mit dem was vom Altar gesagt wird? Das sind wichtige Dinge die auf den Tisch kamen und sie wurden gehört und wahrgenommen.
Wenn man eine solche Ideenwerkstatt erlebt und gestaltet hat wird erwartet  dass die Umsetzung der eingebrachten wirklich tollen Gedanken und Ideen schnell geschieht. Wenn dieses nun nicht passiert tritt zwangsläufig Frust und Enttäuschung auf.

Der Apostel verglich den Auszug aus Ägypten mit Mose als Anführer mit dem Weg den wir als gläubige Christen heute gehen. Wir haben uns alle auf den Weg gemacht um unser Glaubensziel, die Wiederkunft Christi, zu erreichen.
Bei Mose sind die Menschen einfach losgezogen weil Mose es gesagt hat. Es waren längst nicht alle mit der Person Mose, mit dem Auszug aus Ägypten und vielen anderen Dingen einverstanden. Vielen ging auch vieles zu langsam voran und es gab Unruhe und Unfrieden.
Heute ist es nicht viel anders: Wir sind auf dem Weg um unser Glaubensziel zu erreichen.  Der Weg dahin ist lang und nicht immer einfach und die Mittel die benutzt werden stoßen nicht bei Jedem auf Begeisterung. Der Gedanke, dass neue Ideen viel zu langsam umgesetzt werden ist auch vorhanden.
Es mag eben nicht jeder Franzbrötchen und Kaffee. Mit Gott im Bunde können aber auch solche Dinge schmecken. Wichtig ist das wir IHN im Boot haben.

Apostel Falk sagte: „Oma Schultz“ muss aber auch mitkommen, denn sonst fehlt doch etwas, oder?
Veränderungen brauchen Zeit und wir befinden uns heute schon auf einem sehr guten Weg. Jedes Gemeindemitglied soll aber mitgenommen werden und das erfordert teilweise viel Geduld und Toleranz im Umgang untereinander. Das sind genau die christlichen Werte  die uns Jesus vorgelebt hat , die wir alle kennen und auch leben wollen.

Priester Björn Renz bekannte sich im Mitdienen als Teetrinker und äußerte unter anderem folgenden Gedanken: 
„ Ich beginne den Tag mit Franzbrötchen, Kaffee und Gott“. Ist diese Reihenfolge eigentlich richtig? Müsste Gott nicht an allererster Stelle stehen und dann kommt erst mein Genuss mit Gebäck und Getränk? Nein… diese Abfolge ist völlig in Ordnung.
Ja, wir setzen uns für den Herrn ein und engagieren uns dort wo wir es unserem Vermögen nach können.
Der liebe Gott hat uns aber auch den Verstand mitgegeben um zu bemerken wann bei uns Grenzen des Machbaren erreicht sind. Wir dürfen und sollen uns nicht vergessen. Das ist nicht im Willen von Jesus Christus.

Zur Vorbereitung zum heiligen Abendmahl wurde  ein selbstgeschriebener Text  mit dem Titel „Ich starte in jeden neuen Tag mit Franzbrötchen, Kaffee und Gott!“ wie bei einem Poetry-Slam (literarischer Vortragswettbewerb) vorgetragen.Der Titel dieses Textes wurde dann auch als Motto für diesen besonderen Jugendgottesdienst gewählt.

Nach dem Abendmahl vollzog Apostel Falk eine personelle Veränderung im Bereich der Bezirksjugendbeauftragten für den Bezirk Stade.
Priester Oehlers, der sieben Jahre lang in dieser Tätigkeit mit viel Liebe und Verständnis für die Jugendlichen aktiv war,  gibt diese Arbeit ab an Priester Jobst, der der Jugend aus dem Bezirk Stade schon lange bekannt ist.

B.W.