Unterweisung für Lehrkräfte aus Sachsen

Für Sonntag, 28. September 2014 hatte Apostel Bimberg die Lehrkräfte für die Vorsonntags- und Sonntagsschule aus seinem Arbeitsbereich in die Kirche Leipzig-Mitte eingeladen. Auf dem Programm standen am Vormittag ein Gottesdienst und am Nachmittag ein Erfahrungsaustausch.

Dem Gottesdienst legte der Apostel das Bibelwort 5. Mose 11, 1.2 zugrunde:

„So sollst du nun den Herrn, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Ordnungen, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang. Und erkennt heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, nämlich die Erziehung durch den Herrn, euren Gott, dazu seine Herrlichkeit, seine mächtige Hand und seinen ausgereckten Arm.“

In seinen Ausführungen zum Bibelwort stellte der Apostel heraus, dass nicht nur die Amtsträger, sondern auch die Lehrer und Lehrerinnen für die Kinderunterrichte im Namen des Herrn kommen bzw. arbeiten. Grundlage ihrer Arbeit ist die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott ist Antwort auf seine Liebe zu uns und auf seine Wohltaten an uns. Diese Wohltaten müssen wachgehalten werden. Weil wir Gott lieben, fragen wir nach seinen Willen. Und Gott will, dass wir seine Gebote halten.

Ziel der Arbeit an den Kindern ist die neue Kreatur, das Wesen Christi. Die Erziehung erfolgt mit Blick auf Christus, unser großes Vorbild. Wichtig sei aber auch, so der Apostel, dass die Lehrer Vorbilder für die Kinder sind. So solle sich jeder Lehrer bzw. jede Lehrerin immer wieder prüfen, wie er bzw. sie im Beisein der Kinder über andere redet.

Die Herrlichkeit Gottes, so der Apostel weiter, sei heute in unvollkommener Weise wahrnehmbar im Blick auf Bruder und Schwester. Wir wollen in ihnen von Gott Erwählte sehen.

Bischof Matthes sprach in seinem Mitdienen davon, dass die Arbeit an den Kindern ein Geben und Nehmen ist. Er unterstrich die Vorbildwirkung der Lehrer. Wenn sich die Lehrer beim Unterrichten alle Mühe geben, dann strengen sich auch die Kinder an.

Nach dem Mittagsimbiss folgten zwei Vorträge zu Zielen und Inhalten im Unterricht sowie Anregungen und Erfahrungen zur Unterrichtsgestaltung. Anschließend gab es an fünf Stationen viele Hinweise und Tipps für die Praxis.

Wichtige Voraussetzung für einen guten Unterricht ist die gründliche Vorbereitung. Es gilt, Zeit, Ablauf und Unterrichtsmittel sorgfältig zu planen. Dabei soll immer wieder im Gebet die Nähe Gottes gesucht werden.

Im Unterricht soll Gott Mittelpunkt sein. Aus den zahlreichen Tipps für die Unterrichtsdurchführung seien hier einige wichtige genannt:

  • Sei von der Begrüßung bis zur Verabschiedung für die Kinder voll und ganz da.
  • Hole die Kinder dort ab, wo sie stehen (Interessen).
  • Versuche zu denken wie ein Kind.
  • Formuliere das Stundenziel (mündlich oder schriftlich).
  • Erzählen ist oft besser als lesen (besonders in der Vorsonntagsschule).
  • Verteile altersgerechte Aufgaben nach den jeweiligen Fähigkeiten und Fertigkeiten).
  • Mehr loben als tadeln.
  • Setze unterschiedliche Lehrmaterialien ein.
  • Gib etwas Konkretes oder Anwendbares für den Alltag mit.

Ein breites Spektrum an Lehrmaterialien war an den fünf Stationen zu sehen. Über die Kreativität, mit der die verschiedensten Anschauungsmaterialien angefertigt worden waren, konnte man nur staunen.

Abschließend sei allen ein herzliches Dankeschön gesagt, die bei der Organisation und Durchführung des Zusammenseins mitgewirkt haben.

K.G.

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