Name für neuen Bezirksapostel-Bereich gesucht

Im Oktober letzten Jahres gab Stammapostel Jean-Luc Schneider bekannt, dass mit der Inruhesetzung von Bezirksapostel Wilfried Klingler am Sonntag, 19. Juni 2016, der Bereich Norddeutschland mit dem Großteil des aktuellen Bereichs Mitteldeutschland zusammengelegt wird (wir berichteten). Für den neuen Bereich, der unter der Leitung von Bezirksapostel Rüdiger Krause stehen soll, wird nun ein Name gesucht. Alle Interessierten können sich ab sofort an dieser Suche beteiligen.

Es ist nicht die erste Zusammenlegung zweier Bezirksapostel-Bereiche in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche. Neu ist aber der frühe Zeitpunkt der Bekanntgabe – und der lässt zu, dass in einigen Bereichen eine Mitgestaltung der Fusionsvorbereitung stattfinden kann. Dies betrifft beispielsweise die Namensfindung.

Einreichungen über drei Wege bis Ende August

Theoretisch kann jeder mitmachen, praktisch sind vor allem die Kirchenmitglieder aus Norddeutschland und Mitteldeutschland gefragt: Wer eine oder mehrere Ideen hat, wie der zukünftig größte deutsche Bezirksapostel-Bereich genannt werden soll, kann seinen Vorschlag ganz formlos einreichen:

Die Vorschläge können – anonym oder persönlich – vorzugsweise auf der Facebook-Seite der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland gepostet (und diskutiert) oder per E-Mail mit dem Betreff „Name für neuen Bezirksapostel-Bereich“ an brenz(at)nak-nord.de oder r.strauchmann(at)nak-mitteldeutschland.de gesendet werden.

Auch besteht die Möglichkeit von Postsendungen: Entweder an die Neuapostolische Kirche Mitteldeutschland, Ruth Strauchmann, Leipziger Straße 52, 39112 Magdeburg oder an die Neuapostlische Kirche Norddeutschland, Björn Renz, Curschmannstraße 25, 20251 Hamburg. Einsendeschluss: 31. August 2015.

Halb Deutschland gehört zum neuen Bereich

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, fest steht lediglich, dass der Bezeichnung für den Bezirksapostel-Bereich der Name „Neuapostolische Kirche“ vorausgehen muss. Üblich ist außerdem, dass die Bereichsbezeichnung das geografische Gebiet beschreibt oder gar den Namen von Bundesländern trägt.

Allerdings wäre Letzteres sicherlich nicht praktikabel, denn der neue Bereich setzt sich im deutschsprachigen Raum aus acht Bundesländern zusammen: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen sowie den Stadtstaaten Bremen und Hamburg.

40 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands wird der neue Bereich von Bezirksapostel Krause einnehmen: Auf 142.750 km2 erstreckt sich das Gebiet von Flensburg im Norden bis Plauen im Süden, von Emden im Westen bis Görlitz im Osten. So scheint hier auch keine Bezeichnung nach einer Himmelsrichtung passend.

Name kann nicht allen Regionen gerecht werden

Zudem machen die deutschen Bundesländer nur einen Teil des neuen Bereichs aus – wenn auch den mitgliederstärksten. Hinzu kommen Gemeinden in zehn weiteren Ländern: neben Polen die nordeuropäischen Länder Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Grönland, Irland, Island, Norwegen und Schweden.

„Ein Name, der allen Regionen gleichermaßen gerecht werden könnte, wäre ideal“, so Bezirksapostel Krause, „aber den gibt es nicht. Wir werden daher einen Kompromiss eingehen müssen.“ Vergleichbare Kompromisse mussten andere Bezirksapostel-Bereiche bislang weniger machen.

Nur Süddeutschland ist in seiner Benennung nicht eindeutig, die anderen drei Bereiche sind strikt nach ihren Bundesländern benannt: Nordrhein-Westfalen, Berlin-Brandenburg und Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland. Interessant dabei: Keiner dieser Namen berücksichtigt die betreuten Gebiete im Ausland.

Apostel und Bischöfe beraten über Vorschläge

Außerhalb Deutschlands sind die Namen einfacher zu bilden, da sie nahezu alle den Namen der Länder und Kontinente gleichen, etwa Schweiz, Südostasien oder Australien. Amerika ist unterteilt in Kanada, USA, Brasilien und Argentinien, Afrika in Kongo-West, Kongo-Südost, Sambia, Ostafrika, Südafrika und Kapstadt.

„Will man der bisherigen Namenslogik folgen“, erklärt Bezirksapostel Krause, „ergeben sich natürlich nicht unendliche viele Möglichkeiten. Aber wir lassen uns gern überraschen!“ Wir bedeutet in diesem Fall: alle Apostel und Bischöfe Nord- und Mitteldeutschlands. Sie kommen am 4. September 2015 in Hannover zusammen.

Die Beratung über den Namen ist bereits als ein Tagesordnungspunkt gesetzt. Als Basis dieser Beratung wird die Vorstellung aller eingereichten Vorschläge dienen. „Wenn sich bei den Ideen eine deutliche Tendenz zeigt, könnte die Beratung kurz ausfallen“, schmunzelt Bezirksapostel Krause. „Also hoffe ich darauf.“

Ideen und Meinungen gehen zum Stammapostel

Eine mehrheitliche Nennung ist jedoch nur ein Aspekt in der Entscheidungsfindung. Oberste Priorität habe laut den Bezirksaposteln Klingler und Krause, dass sich die Mitglieder beider, dann ehemaliger Bereiche möglichst gleichermaßen mit der neuen Bezeichnung anfreunden, bestenfalls identifizieren können.

Insofern kommt eine rein demokratische Lösung nicht in Betracht. Fakt sei aber, so Bezirksapostel Krause: „Von den Ideen und Meinungen unserer Geschwister werden wir dem Stammapostel berichten und eine diesbezügliche Empfehlung aussprechen – und dann berücksichtigen wir seinen Rat.“

Sobald die endgültige Entscheidung gefallen ist, werden die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche in Mitteldeutschland und in Norddeutschland zeitgleich informiert. Ein konkreter Zeitpunkt ist dafür noch nicht fixiert, vor Oktober 2015 ist damit aber nicht zu rechnen – spätestens jedoch am Sonntag, 19. Juni 2016.

Text: Björn Renz
Fotos: Archiv

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