Fusions-Vorbereitungen laufen: Erstes Apostel-und-Bischofs-Treffen

„Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Mit diesem 7. Vers aus Römer 15 als Leitsatz kamen am Freitag, 4. September 2015, erstmalig die Apostel und Bischöfe der Neuapostolischen Kirchen Mitteldeutschland und Norddeutschland zu einer gemeinsamen Besprechung zusammen. Im mitteldeutschen Verwaltungshauptsitz Hannover stellten sich die geistlichen Führungskräfte beider Bezirksapostelbereiche einander vor und teilten ihre Gedanken zu verschiedenen Themen der für 2016 geplanten Fusion.

Der 19. Juni 2016, wenn Bezirksapostel Wilfried Klingler altersbedingt in den Ruhestand tritt und sein Bereich Mitteldeutschland mit dem Bezirksapostel-Bereich Norddeutschland zusammenwachsen soll, bedarf guter Vorbereitung. Schließlich entsteht – gemessen an der Fläche der acht zugehörigen Bundesländer – der größte deutsche Bezirksapostelbereich.

Mit Gemeinde- und Bezirks-Zusammenlegungen hat die Kirche bereits einige Erfahrungen sammeln können. Doch dass ein solches Zusammenschmelzen auf Bezirksapostel-Bereichsebene geschieht, kommt nur selten vor. „Als Mitverantwortlicher erlebe ich das zum ersten Mal“, sagt Bezirksapostel Krause, der den neu entstehenden Bereich leiten soll.

Unterstützung wurde ihm jedoch frühzeitig zugesichert. Im Sinne eines fließenden Übergangs wird Bezirksapostel Klingler die Fusion noch bis zu seiner Ruhesetzung begleiten, geht aus einem Schreiben von Stammapostel Schneider hervor, mit dem dieser im Oktober 2014 die Kirchenmitglieder über die strukturelle Veränderung informierte.

Namensvorschläge gehen zum Stammapostel

Auch die Kirchenmitglieder selbst signalisierten kurz nach der Bekanntgabe größtenteils ihr Wohlwollen und die Bereitschaft zur Unterstützung. Das zeigten etwa Zuschriften an die Kirchenleitung und Kommentare in den sozialen Netzwerken. Doch vereinzelt kamen auch kritische Stimmen auf, zumal einige Mitglieder bereits auf eine Fusion zurückblicken können.

Entsprechend sensibel wolle man nun vorgehen, so der Tenor in der Apostel- und Bischofs-Versammlung. Jeder solle sich wohlfühlen und sich mittel- bis langfristig mit dem neuen Bezirksapostel-Bereich identifizieren können. Dabei berieten die Tagungs-Teilnehmer über verschiedene Möglichkeiten zur Identifikation, zum Beispiel über einen möglichen Namen.

Grundlage dieser Beratung waren die Namensvorschläge der Kirchenmitglieder, die diese im Vorfeld postalisch, per E-Mail und via Facebook gesendet hatten. „Die Vorschläge waren zahlreich und interessant“, bemerkte Bezirksapostel Krause. Sie werden bei nächster Gelegenheit dem Stammapostel zwecks Einschätzung oder gar Entscheidung vorgelegt.

Arbeitsgruppen begleiten die Fusion

Weiter wurde an diesem Abend über die Gründung und über die Zwischenergebnisse verschiedener Arbeitsgruppen informiert, die in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Bau, Finanzen und Kommunikation die Fusion begleiten sollen. Mit den bisherigen Entwicklungen waren die Tagungsteilnehmer zufrieden. Sie begrüßten die vorgestellten nächsten Schritte.

Optimistisch blickten auch die beiden Bezirksapostel in die Zukunft. „Ich lade euch dazu ein, lasst uns gemeinsam nach vorne schauen“, so Bezirksapostel Krause. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, auf die Brüder und Schwestern – auch auf alles andere. Ich bin der Lernende (...)“, schloss der Bezirksapostel demütig, „und wir wollen zusammenwachsen.“

„Der neue Kreis ist ein Geschenk Gottes“, betonte Bezirksapostel Klingler und fragte die Apostel und Bischöfe: „Wie nehmen wir einander an und wie gehen wir miteinander um?“ Seine Antwort: „Mit unseren unterschiedlichen Gaben wollen wir uns gegenseitig erbauen. Dann wollen wir unsere Gemeinden damit erfreuen und erbauen, wie Christus es getan hat.“

Kennenlernen der Apostel und Bischöfe

Im Anschluss der Besprechung nutzten die Apostel und Bischöfe während eines kleinen Imbisses die Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen weiter kennen zu lernen. Parallel dazu wurden sie porträtiert, damit sie nun auch mithilfe der Fotos Schritt für Schritt im jeweils neuen Bereich bekannter gemacht werden können. Die Fotos sind nachfolgend zu finden.

Hier die Namen nach Amtsstufe und Alphabet: Bezirksapostel Klingler und Krause sowie die Apostel Bimberg, Burchard, Falk, Korbien, Schulz, Steinbrenner, Wosnitzka und die Bischöfe Beckmann, Beutz, Hartwig, Hiddessen, Knobloch, Matthes, Novicic, Petereit, Starosta und Wittich. Aufgrund von Urlaub nicht auf den Fotos: Apostel Böttcher und Bischof Middleton.

Text: Björn Renz

Fotos: Inge Kindt

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