50. Gottesdienst mit Stammapostel Leber in Norddeutschland

(30.04.2013) Buxtehude. Stammapostel Wilhelm Leber stattete der Gemeinde Buxtehude am Sonntagmorgen, 28. April 2013 einen überraschenden Besuch ab und feierte mit 120 versammelten neuapostolischen Christen seinen 50. Gottesdienst in Norddeutschland als weltweites Oberhaupt.

Seit seiner Ordination zum Stammapostel, die im Pfingst-Gottesdienst am Sonntag, 15. Mai 2005 durch den damaligen Stammapostel Richard Fehr in Fellbach erfolgte, war Wilhelm Leber durchschnittlich sechsmal pro Jahr – also etwa jede neunte Woche – zu einem Gottesdienst im Bezirksapostelbereich Norddeutschland zu Gast. Die letzten Gottesdienste feierte er diesen Monat in Wilhelmshaven sowie im Dezember 2012 in Soltau und Bremen (wir berichteten).

Als Grundlage für den Gottesdienst in Buxtehude wählte Stammapostel Leber die Bibelstelle aus Matthäus 5,8 („Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“) und merkte an, dass es ein täglicher Kampf sei, ein reines Herz zu bewahren. In der Folge ging er im Schwerpunkt auf drei Aspekte ein: Erstens auf den „Glauben aus reinem Herzen“, zweitens auf die „Liebe aus reinem Herzen“ und drittens auf die „Hoffnung aus reinem Herzen“.

Ein Bischof als Stammapostel-Begleitung

Neben der Bibelstelle aus dem Evangelium des Matthäus’ richtete der Stammapostel Sprüche 28,9 an die Gemeinde: „Wer sein Ohr abwendet, um die Weisung nicht zu hören, dessen Gebet ist ein Gräuel.“ Nach den Ausführungen folgte ein Predigtbeitrag von Bischof Dirk Schulz. Die weiteren norddeutschen Bischöfe, Apostel sowie Bezirksapostel Rüdiger Krause waren nicht nach Buxtehude gereist, da sie in anderen Gemeinden Konfirmationen durchführten.

Die Konfirmation ist in der Neuapostolischen Kirche kein Sakrament oder eine Ergänzung zu den sakramentalen Handlungen, sondern eine Segenshandlung zur Bekräftigung des freiwilligen Entschlusses junger Christen. Mit der Konfirmation werden die Konfirmanden eigenverantwortliche und mündige Christen in der Gemeinde. Der Begriff „Konfirmation“ ist unmittelbar vom lateinischen „confirmatio“ abgeleitet. Das bedeutet „Bekräftigung“ oder „Bestätigung“.

Buxtehude im Kirchenbezirk Hamburg-Süd

In Buxtehude fand keine Konfirmation statt. So blieb Stammapostel Leber genug Zeit, sich auch mit persönlichen Worten an die Gemeinde zu wenden und auf die Zeit zurückzublicken, als er als Priester in Buxtehude und weiteren Gemeinden des Kirchenbezirks Gottesdienste feierte. Zum Bezirk Hamburg-Süd gehören neben Buxtehude außerdem die Gemeinden Buchholz, Harburg, Neugraben, Rotenburg, Sinstorf, Stelle, Tostedt und Winsen.

Die Geschichte der Gemeinde Buxtehude reicht bis ins Jahr 1902 zurück, als sich zwölf neuapostolische Christen regelmäßig zu Gottesdiensten versammelten. Drei Jahre später erhielt die Gemeinde mit Priester Johannes Sommer ihren ersten eigenen Vorsteher. Heutiger Vorsteher ist Priester Detlef von Holten, der von vier weiteren Priestern und sieben Diakonen in der seelsorgerischen Betreuung der Gemeindemitglieder unterstützt wird.

Verabschiedung von allen Gemeindemitgliedern

Nach Beendigung des Gottesdienstes nahm Stammapostel Leber die Einladung des Gemeindevorstehers von Holten auf einen Kaffee an und brachte viel Zeit für Gespräche mit zahlreichen Glaubensgeschwistern auf. Zuvor hatte er sich im Sakralraum von allen Gottesdienstteilnehmern persönlich verabschiedet. Für die neuapostolischen Christen aus Buxtehude war es die letzte Gelegenheit zum Gespräch mit Wilhelm Leber als aktiven Stammapostel.

Stammapostel Leber wird voraussichtlich noch drei Gottesdienste in Deutschland feiern: Zu Himmelfahrt am Donnerstag, 9. Mai in Oehringen, am Sonntag, 12. Mai in Augsburg und zum Pfingstfest am Sonntag, 19. Mai in Hamburg. Im Pfingst-Gottesdienst, der via Satellit weltweit in Tausende Gemeinden der Neuapostolischen Kirche übertragen wird, beabsichtigt der Stammapostel seinen Helfer, Bezirksapostel Jean-Luc Schneider, zum Stammapostel zu ordinieren. 

Text: Björn Renz

Fotos: Heino Sartor

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