Jugendtag 2014: I have a home

(07.07.2014) Hamburg. Jugendliche Christen der Neuapostolischen Kirche Norddeutschland kamen am Sonntag, 6. Juli 2014, im Congress Center Hamburg zum 36. Jugendtag zusammen. Die Jugendstunde und der Gottesdienst, die das Programm eines jeden Jugendtages ausmachen, standen in diesem Jahr unter dem Motto "I have a home".

Ein Teil der 2.700 Jugendtagsteilnehmer selbst hatte sich für das Motto entschieden, das nach einer Online-Abstimmung Ende letzten Jahres deutlich gegen vier weitere Vorschläge gewann (wir berichteten). Entsprechend gut kamen bei den jungen Christen jene Impulse aus Jugendstunde und Gottesdienst an, die "I have a home" untermauerten.

Dabei war die Herausforderung recht groß: Denn erstmalig fand ein Norddeutscher Jugendtag an einem sogenannten Entschlafenen-Sonntag statt. Dreimal jährlich feiert die Neuapostolische Kirche weltweit Gottesdienste für Entschlafene – jeweils am ersten Sonntag in den Monaten März, Juli und November. So auch am gestrigen Tag.

Jugendstunde am Vormittag

Mit Ernsthaftigkeit und Kreativität gaben jugendliche Akteure einen beeindruckenden Einstieg in den Entschlafenen-Sonntag. In der Jugendstunde, die als Vorbereitung auf den Gottesdienst am Nachmittag diente, boten sie dem Publikum unterschiedliche Möglichkeiten an, sich dem Entschlafenen-Thema inhaltlich wie emotional zu nähern:

Theater, Gesang und Rap, Bewegungsperformance, eine Schweigeminute, ein Vortrag, der an einen Poetry-Slam erinnerte, und Video-Einspieler, unter anderem mit Stammapostel i.R. Wilhelm Leber, machten den Jugendtagauftakt nicht nur vielseitig, sondern auch kurzweilig. Silja Stuffer sorgte zudem für eine souveräne Moderation.

Gottesdienst am Nachmittag

Nach einer Mittagspause versammelten sich die jugendlichen Christen um 14.30 Uhr zum Gottesdienst mit Bezirksapostel Rüdiger Krause. Den musikalischen Rahmen bildeten der Jugendchor Norddeutschland, der eigens dafür sechs Stunden am Vortag geprobt hatte, das Hamburg-Orchester und ein Blechbläser-Ensemble.

Als Grundlage für die Predigt wählte Bezirksapostel Krause die Bibelverse aus Apostelgeschichte 7,59-60: "Und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er."

Von Stephanus lernen

"Zuhause ist dort, wo man sich geliebt und verstanden fühlt. Das ist das Haus Gottes", ging Bezirksapostel Krause gleich zu Beginn auf das Jugendtags-Motto ein. "Wenn der Herr die Tür öffnet, bist du immer hochwillkommen. Und ich möchte sagen: Die Tür ist immer offen für dich!" Im Folgenden ging er auf den Kontext des Bibelwortes ein.

"Von Stephanus können wir lernen", betonte der Bezirksapostel eindringlich und gab im Verlauf seiner Predigt einige Beispiele, was zu lernen sei. Als zentral stellte er die Haltung des Stephanus' heraus, die sich unter anderem im vorgelesenen Bibelvers zeige: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!" (Apostelgeschichte 7,aus 60)

Stammapostel Schneider kommt

Die Apostel Dirk Schulz, Uli Falk und Jörg Steinbrenner ergänzten die Predigt, ehe die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl gefeiert sowie anschließend die Sakramente für die Entschlafenen gespendet wurden. Diese Spendung nahmen stellvertretend die Bezirksevangelisten Udo Eilts und Eike Rosentreter entgegen.

Der Gottesdienst endete – wie üblich – mit Gebet und Segen, dann aber noch mit einer kurzen Bekanntgabe. Bezirksapostel Krause lud zum nächsten Jugendtag am Sonntag, 7. Juni 2015, erneut ins Congress Center Hamburg ein und teilte mit, dass einer seine Teilnahme bereits zugesagt hätte: Stammapostel Jean-Luc Schneider.

Text: Björn Renz

Fotos: Marcel Bock, Björn Renz

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