Bezirksapostel Krause:
„Glaubst du das?“

„Glaubst du das?“ – diese Frage, die Jesus Christus an Marta richtete, stand im Mittelpunkt des Video-Gottesdienstes am Sonntag, 19. April 2020. Die Kernbotschaft der Predigt: Der Glaube an die Auferstehung Christi sei die Voraussetzung, das ewige Leben zu erhalten, so Bezirksapostel Rüdiger Krause, und gebe dem christlichen Glauben seine Bedeutung.

Zu Beginn der Predigt richtete sich Bezirksapostel Krause zunächst an die Kinder. Er hob hervor, dass jeder noch so kleine Beitrag der Kinder für das Gemeindeleben entscheidend sei. In diesem Zusammenhang berichtete er von der Wundertat Jesu über die Speisung der Fünftausend: Mit nur fünf Broten und zwei Fischen, die ein Junge Jesus übergab, seien alle fünftausend Menschen satt geworden.

Diese Situation übertrug der Bezirksapostel auf die heutige Situation der Kinder: „Wenn ihr vielleicht meint‚ was ich tun kann ist so unbedeutend“, so der Bezirksapostel, „dann möchte ich euch sagen, was ihr tut, das macht eine ganze Gemeinde satt; satt durch die Freude, die ihr austeilt, durch den Glauben, den ihr lebt und durch den Beitrag, den ihr leistet.“

Ich bin die Auferstehung und das Leben

Grundlage für den Gottesdienst bildete Johannes 11,25.26: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“

Jesus richtete diese Worte an Marta, die den Tod ihres Bruders Lazarus beklagte. Dabei habe Jesu seine Aussage nicht nur auf die damalige Situation und den Schicksalsschlag der Marta bezogen: „Es ist Ausdruck seines Wesens, seiner Vollmacht und seiner Absicht“, erläuterte der Bezirksapostel. „Er hat der Welt bis in die heutige Zeit gezeigt, dass er der wahrhaftige Sohn Gottes ist.“ Die Rückkehr des Lazarus in sein irdisches Leben unterstreiche dabei die Vollmacht Jesu.

Bischof Rainer Knobloch unterstrich den Gedanken, dass das Beschränken der Hoffnung auf das Irdische allein nicht heilsbringend sei. „Gott tröstet nicht wie ein Mensch. Der menschliche Trost lebt vom Vergessen“, so Bischof Knobloch, „der göttliche Trost lebt vom Erinnern an die Auferstehung Christi.“

Glaubst du das?

Voraussetzung für den Erhalt des ewigen Lebens sei der Glaube an Jesus Christus. So berichtete Bezirksapostel Krause, dass damals wie heute Zweifel über die Auferstehung Christi in den Gemeinden und bei den Menschen zu finden sei. Dabei verliere das Christentum, ohne den Glauben an die Auferstehung Christi, an Bedeutung.

„Die Auferstehung Jesu ist nicht nur ein symbolischer oder moralischer Anhaltspunkt, sondern göttliche Realität.“ So stellte der Bezirksapostel die Frage Jesu an alle Gläubigen: „Glaubst du an die Auferstehung Jesu Christi?“, und gab sogleich die Antwort: „Ja, das glauben wir, daran halten wir fest.“

Musikalische Gestaltung und Dank

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Mitglieder der Gemeinde Hamburg-Eimsbüttel: Johanna Backhaus an der Orgel und Gesangssolist Andreas Preuß.

Im Anschluss des Gottesdienstes richtete der Bezirksapostel erneut seinen Dank an alle Mitglieder für das Engagement, welches dazu beiträgt, die Verbindung zwischen den Gemeindemitgliedern aufrechtzuerhalten. Auf der Internetseite der Gebietskirche sind einige Ideen und Impulse beispielhaft zusammengetragen und werden laufend ergänzt.

Weiteres Vorgehen

In den kommenden Tagen beraten sich die Bezirksapostel Europas mit Stammapostel Jean-Luc Schneider über die mögliche Fortsetzung der gottesdienstlichen Angebote. Nähere Einzelheiten über die Entscheidungen werden auf den jeweiligen Internetseiten der Gebietskirchen kommuniziert.