Stammapostel Schneider
in Winterthur (Schweiz):
„Christus – unsere Zukunft“

Stammapostel Jean-Luc Schneider feierte am Sonntag, 3. Januar 2021, den Gottesdienst zum Jahresbeginn in der Gemeinde Winterthur (Gebietskirche Schweiz). Ursprünglich war der Besuch des Kirchenoberhaupts in der Gemeinde Kiel-Mitte (Bezirk Kiel) vorgesehen. Aufgrund steigender Infektionszahlen und der somit eingeschränkten Reisemöglichkeiten, wurde der Standort für den Videogottesdienst kurzfristig in die Schweiz verlegt.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente Hebräer 12,1b.2a: „Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.“

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes zum Jahresauftakt mit Stammapostel Schneider, stand vor allem die neue Jahreslosung: „Christus unsere Zukunft“. Angesichts der aktuellen Situation betonte der Stammapostel direkt zu Beginn, dass kein Mensch wissen könne, wie sich das Jahr 2021 entwickeln würde. Dabei stellte er den hoffnungsvollen Ausblick heraus, dass Gottes Erlösungsplan in jeder Situation beständig bleibe.

Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi

„Wir glauben fest an die Wiederkunft Christi“, so Stammapostel Schneider. Folglich sei das Ziel eines jeden neuapostolischen Christen, sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten: „Wir haben einen Aktionsplan, und der geht auch 2021 weiter: Wir bereiten uns auf das Kommen Jesu Christi vor.“ Der Stammapostel erläuterte, was unter dem Aktionsplan zu verstehen sei: „Wir wollen so werden wie Gott uns will. Als Vorbild dient uns Jesus Christus, der dem Willen Gottes entsprach.“

Dabei gleiche die Vorbereitung auf die Wiederkunft einem Wettkampf oder Wettrennen, welches auch im zugrunde liegenden Bibelwort als Bild aufgegriffen werde: „Es kostet viel Mühe und Kraft, man muss viel Eifer zeigen und Energie anwenden; es reicht nicht aus, angemeldet zu sein und teilzunehmen.“

Aufschauen zu Jesus Christus

Stammapostel Schneider machte deutlich, dass es in einem Wettkampf auch immer die Möglichkeit des Scheiterns gäbe. So müsse ein jeder Gläubige bis ans Ende ausharren. „Einen Wettkampf kann man nur gewinnen, wenn man die Regeln respektiert“, erweiterte der Stammapostel das Bild des Wettstreits, „und die Regeln bestimmen nicht wir, sondern Gott und Jesus Christus.“ Die Erreichung des Ziels sei dabei ausschließlich in der Gemeinschaft der Gläubigen möglich.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Stammapostel Schneider auf den zweiten Teil des Bibelwortes. So verhelfe das Aufschauen auf Jesus Christus, seinem Wesen und Wirken, zu neuer Kraft, um den Wettkampf zu bestehen: „Denke an seine Liebe, an sein Opfer“, erinnerte der Stammapostel die Gemeinde.

Das Wir-Gefühl fördern

Wenn Christus die Zukunft ist und als Orientierung diene, so habe dies auch Einfluss auf die Gegenwart, auf das tägliche Leben eines Gläubigen: „Er hat vergeben, geholfen, geteilt, gedient, sich für den Nächsten aufgeopfert, das Leid geteilt – das ist unser Vorbild“, so der Stammapostel. Auch in täglichen Entscheidungen könne das Evangelium als Fundament dienen. „Es ist unser Auftrag, dem andern möglich zu machen, die Liebe Gottes zu erfahren.“

Stammapostel Schneider wurde von Bischof Rudolf Fässler (Gebietskirche Schweiz) begleitet. In seinem Predigtbeitrag betonte der Bischof die Vorbildfunktion Jesu in der heutigen Zeit, insbesondere im Bereich der Seelsorge. „Jesus hat ein Wir-Gefühl geschaffen für die Zukunft“, erläuterte er. „Lasst uns wie Jesus in der Seelsorge sein, indem wir füreinander beten und hinschauen, wenn andere wegschauen.“

Kiel zu Gast in Winterthur

Der Gottesdienst wurde per Satellit in den gesamten Arbeitsbereich von Bezirksapostel Rüdiger Krause übertragen und zusätzlich via YouTube und IPTV als Livestream angeboten.

Über den digitalen Weg war auch die Gemeinde Kiel „zu Gast“ in Winterthur und gestaltete im Vorfeld die musikalischen Beiträge für den Gottesdienst, die per Video eingespielt wurden – mit Ausnahme der Orgelstücke, die live zum Vortrag kamen.