Vorsteher-Wochenende in Visselhövede

Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April 2017 kamen rund 80 Gemeindevorsteher sowie einige Bezirksämter und Moderatoren zum sogenannten Vorsteher-Wochenende in Visselhövede zusammen. Sie erlebten einen Samstag voller Impulse für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und einen Sonntag mit dem Wochenend-Abschluss wie -Höhepunkt: einen Gottesdienst mit Bezirksapostel Rüdiger Krause.

Grundlage der Predigt war Jesaja 58,11b: „Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.“ Die Predigt ergänzten Apostel Dirk Schulz, Bezirksältester Hans-Günther Logemann und Bischof Arvid Beckmann. Anschließend spendete der Bezirksapostel zwei Kindern aus Walsrode das Sakrament der Heiligen Versiegelung.


Bezirksapostel Krause stieß bereits Samstagnachmittag zum Kreis der Seminarteilnehmer und nahm sich für Vier-Augen- und Kleingruppengespräche Zeit, wandte sich aber auch an alle Versammelten. Anderthalb Stunden lang gab er Antworten auf spontane Fragen der Vorsteher zu grundsätzlichen Themen des Gemeindealltags, dankte für ihre Arbeit und motivierte die Gemeindeverantwortlichen.

Neben den offiziellen Programmpunkten empfanden die Vorsteher auch die Pausen- und Abendgespräche als motivierend, die sie für regen Austausch nutzten: Neulich Beauftragte gingen auf Gemeindeleiter mit jahrzehntelanger Erfahrung zu, kurz vor dem Ruhestand Stehende holten sich frische Ideen von Jüngeren ab. Geprägt waren ihre Gespräche von Brüderlichkeit und Wertschätzung.
 

Thema: Seelsorge mit vier Schwerpunkten


Entsprechend gut war auch die Arbeitsatmosphäre in den vier rund 20-Mann-starken Gruppen, die parallel zueinander in separaten Seminarräumen unter dem übergeordneten Thema Seelsorge vier Unterthemen behandelten: „Der göttliche Auftrag zur Seelsorge“, „Seelsorge am Beispiel von Ehe und Familie“, „Seelsorge für Jugendliche“ und „Besondere Situationen in der Seelsorge“.

Bei allen Unterthemen stand weniger der frontale Input als vielmehr der Dialog im Vordergrund. Die Teilnehmer waren aufgefordert, ihre Erfahrungen, Fragen und Meinungen einzubringen, um dann möglichst konkreten Nutzen für ihre Arbeit herauszuziehen. „Ich werde mit einem ganzen Koffer voller Anregungen abreisen“, stellte ein Vorsteher am Samstagnachmittag zufrieden fest.

Durchweg zufriedene Gesichter am Samstag und Sonntag bestätigten die Aussage ihres Amtskollegen und haben ihre Teilnahme am nächsten Vorsteher-Wochenende 2018 bereits beschlossen. Interessierte, die Ende April nicht dabei sein konnten, haben die Möglichkeit, gleiches Programm an gleicher Stätte vom 2. bis 3. September 2017 zu erleben: www.seminare.nak-nordost.de
 

Neu: großer Kreis und Gottesdienst als Abschluss


Neu ist seit diesem Jahr, dass die Anreise Samstag statt Freitag und die Abreise erst Sonntag nach gemeinschaftlichem Gottesdienst und anschließendem Mittagessen erfolgt. Dies soll insofern Entlastung für die Amtsträger sein, als dass sie nach langem Seminartag, am Folgetag – Sonntagmorgen – nicht selbst einen Gottesdienst in ihrer Gemeinde durchzuführen brauchen.

Neu ist auch, dass sich nicht Kleingruppen in Jugendherbergen versammeln, sondern eine große Gruppe im entsprechend größeren Seminarhotel in Visselhövede (das den Leitern der Kirchenbezirke bereits durch vergangene norddeutsche Bezirksämterseminare bekannt ist). So ist die Chance, Neue kennenzulernen, deutlich erhöht, gleichzeitig ist die gute Arbeitsmöglichkeit in Kleingruppen erhalten.

Die Vorsteher-Wochenenden werden für den norddeutschen Raum seit 2014 angeboten. Für die Ausarbeitung ist die Arbeitsgruppe Aus- und Fortbildung unter der Leitung von Apostel Dirk Schulz verantwortlich. Weitere fünf strategische Arbeitsgruppen sind derzeit: Gemeindeentwicklung, Kinder- und Jugendarbeit, Kommunikation, Musik und Standortentwicklung.

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