Vertrau auf Gott- Kindertag in Sosa

Am 27.08.2017 luden die Bezirksältesten Steinert und Voigt der Bezirke Zwickau und Aue zu einem gemeinsamen Kindertag an die Talsperre Sosa ein.

Bei Sonnenschein trafen die Kinder nach und nach an der Freilichtbühne, welche eigens für diesen Tag angemietet wurde, ein. Der Altar wurde gemeinsam mit den Kindern geschmückt. Im Vorfeld war schon das Motto des Kindertages bekannt gegeben worden, welches in der gesamten Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland dasselbe war: „Vertrau auf Gott“ in Bezug auf das Textwort 1. Könige 17,6 „Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach“. Aus diesem Grund wurden in den Gemeinden schon Tage vorher fleißig Raben gebastelt und sogar ein Elia aus Holz entstand, der natürlich auch einen schönen Platz vor dem Altar fand. Der Gottedienst begann mit dem Kindertagslied, welches extra für diesen Anlass komponiert wurde. Von Freudig sangen alle Anwesenden mit. Der Älteste Voigt eröffnete den Gottesdienst mit Gebet und im Anschluss wurde in einer Lesung die Geschichte von Elia, seiner Begegnung mit König Ahab, seiner Flucht an den Bach Krit, sowie seiner Bewahrung durch Gott kindgerecht vorgetragen.

Der Älteste hielt in seiner Predigt viel Zwiesprache mit den Kindern, sodass alle gespannt zuhörten und auch mitreden konnten. Passend war auf jeden Fall, dass mehrmals Raben über den Platz flogen und durch lautes Krächzen die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Das konnte er gut in die Predigt integrieren. Desweiteren diente der Älteste Steinert mit. Zwischenzeitlich sangen die Kinder immer wieder passende Lieder zum Gottesdienst. Die Feier des heiligen Abendmahles lief sehr ruhig und feierlich ab, da nur das Klavier im Hintergrund spielte, während die Kinder nach vorn liefen.

Zum Abschluss erklang noch einmal das Kindertagslied.

Jedes Kind erhielt eine kleine Stärkung und ein wunderschönes T-Shirt mit dem Motto auf dem Rücken: Vertrau auf Gott!

Dann begann die Wanderung zur „Roten Grube“, die in 2 Etappen erfolgte. Es bildeten sich schnell kleine Gruppen, da die Geschwindigkeit der Wandernden doch sehr unterschiedlich war. Nach etwa drei Kilometern kam die erste Station, an welcher symbolisch Brotstückchen verteilt wurden. Hier fand auch wieder der hölzerne Elia einen Platz und “verwies“ die Kinder auf den Bezug zum Gottesdienst.

Nach zwei weiteren anstrengenden Wanderkilometern bergauf wartete auf die Kinder die zweite Station, an welcher Wasser mit Schöpfkellen ausgegeben wurde. Dieses Angebot nahmen natürlich alle freudig an.

Bei Ankunft am Naturfreundehaus „Rote Grube“ konnte sofort mit dem Mittagessen begonnen werden. Es gab Roster, Steaks, Brot und liebevoll von Geschwistern der Gemeinden vorbereitete

Salate, Beilagen, Kuchen und Muffins. Als sich alle gestärkt hatten, konnten sich die Kinder an verschiedenen Stationen die Zeit vertreiben. Es konnte Fußball und Tischtennis gespielt und auf einer Slackline (Balancierseil) das Gleichgewicht erprobt werden. Es gab eine Rätselstation, an welcher die Kinder und auch Erwachsenen ihren Kopf ganz schön anstrengen mussten. Im Bastelpavillion konnte sich kreativ beschäftigt werden mit Basteln und Ausmalen und im Musikpavillion gab es „Musik in Ballons“.

Außerdem konnte man Luftballons mit Botschaften steigen lassen. Eine große Besonderheit war die „Erste-Hilfe-Station“ der Johanniter, an welcher die Kinder lernen konnten, wie man im Notfall reagiert, wen man ruft und was man in welcher Situation tun muss, um zu helfen. Die Frage nach der Telefonnummer der Feuerwehr konnten aber alle Kinder schon vorher richtig beantworten.

Gegen 15 Uhr gab es nochmal den Aufruf zum Kaffeetrinken und Kuchen essen. Danach fanden sich alle zum gemeinsamen Singen ein. Bei lustigen Liedern, die zum Mitmachen einluden, klang der Tag aus. Das gemeinsam gesungene Kindertagslied durfte hier natürlich nicht fehlen. Der Älteste Voigt beendete mit einem Abschluss- und Dankgebet diesen wunderbaren Tag.

Stimmen vom Kindertag:

Bastelecke: Helene: „Ich bastel hier, was die da basteln“ Und was? “Na den Elia!“

Rätselecke: Was kann man denn hier machen? Katharina:„Na Rätseln!“ „ Wir machen Bilderrätsel, und dann kann jeder seine Geschichte zum Gerätselten erzählen“

Was kann man denn hier gewinnen? „ Erfahrung“

Theresa:“ Ich finde es toll hier auf dem Kindertag“

kleine Betreuergruppe an einem Tisch neben der Erste-Hilfe-Station: wie gefällt`s euch auf dem Kindertag:

Susann: „ Na bombastisch! Und außerdem stirbt hier keiner“ Wie meinst du das? „ Na weil hier nebenan ja pausenlos Leben gerettet wird.“

Bezirksältester Steinert: „Ich fühle mich hier sehr wohl, die Kinder fühlen sich auch sehr wohl. Es kann hier gerne genauso weiter gehen. Das Laufen war auch nicht schlecht, aber einige haben sich an die Stationen gestellt, um nicht laufen zu müssen( mit einem Augenzwinkern zu seiner Frau, die Brot ausgegeben hat an der ersten Station), die wissen gar nichts von der Schwere des Weges.“

An der Tischtennisplatte: Wie gefällt es euch heute hier auf dem Kindertag? Finn: „Krass!“

Frederic: „ Ich find`s ganz gut hier.“ Was gefällt euch am Besten?: alle einstimmig:“ Na Tischtennis!“

Erste-Hilfe-Station: Pr. Oschmann fragt Fritz(4) nach der Telefonnummer der Feuerwehr: „112“ zeigt der Kleine sofort mit seinen Fingern

An der Slackline: Was macht ihr denn hier? Vicki und Kathrin: „ Wir halten den ganzen Tag Händchen.“ Hier können also Kinder irgendwie über dieses Seil balancieren? „ Ja genau- irgendwie mit Kunststücken, Rückwärtslaufen, hüpfen und wir halten sie fest dabei“

Was fandest du am besten bisher? Jamila: „ Das hier!“

Auf der Wiese: Wie gefällt es die auf dem Kindertag? Selina: “Schön“. Und was war am Besten? „ Nicht die Wanderung, die war zu lang, aber das eine hier bei den „Johannes-Rettern“, das war toll!“

Ältester Voigt: „Nicht nur das Wetter ist wunderschön, auch die Stimmung, die Vorbereitung…der liebe Gott legt den Segen darauf und das haben wir heute verspürt und erlebt und da kann man nur dankbar sein. Das soll man nicht vergessen, wenn man so etwas erlebt, dem lieben Gott Danke zu sagen. Die Kinderherzen im Gottesdienst, die erreicht man eben auch, wenn man ein Bild dazu hat, das sie mitnehmen können. Das soll eben nicht so ein Tag sein, wie beim Feuerwehrfest, sondern Gottesdienst! Und jetzt hier das Erleben- jeder hat seine Interessen, auch die Erwachsenen- das ist einfach schön und da kann man nur Danke sagen. Das sind meine Eindrücke. Einfach glücklich!

Die Zusammenarbeit war sehr schön. Anders geht es nicht, weil man eben auch verschieden Gaben hat. Und wenn man, mit den Worten von Bezirksapostel Klingler, diese bündelt, kann das nur gut werden. Und wenn auch dadurch die Bezirke zusammenwachsen, sich kennenlernen. Das ist Gemeinschaft. Es braucht auch Solisten in einem Chor, aber es ist einfach schön, wenn alle mitmachen.“