Bezirksseniorenchor Gotha auf Tour – Reise ins Salzburger Land vom 28.08. bis 01.09.2017

Nach einer tollen Südböhmen-Reise im Jahr 2016 haben die Sänger des Bezirksseniorenchores den Wunsch geäußert, auch 2017 eine Busreise zu unternehmen. Dazu wurde wieder das Reiseunternehmen Gessert aus Finsterbergen angeschrieben.

Die Reise begann 7:oo Uhr in Finsterbergen erstmalig mit einem Doppelstockbus. An Bord, wie immer, unser lieb gewonnener Fahrer Steve sowie ein Reiseleiter, namens Hubert, der uns während der Fahrt auch „ans Herz gewachsen“ ist. Nach mehreren „Ladestationen“ bei … Ilmenau, Suhl, Meiningen, Nürnberg waren wir vollzählig (58 Personen). Schon beim ersten Stopp erquickten uns Steve und Hubert mit leckeren Butterbrezeln und Kaffee. Den Aufenthalt am Chiemsee ließen wir ausfallen. Im Vorbeifahren bewunderten wir die Schönheit des Sees mit seinen Inseln. Und wenig später faszinierten uns schon die hohen Berge der Alpen. Wir kamen im „Jagdwurst-Tempo“, so Roman, unser freundlicher Hotelwirt, nach nur zehn Stunden wohlbehalten und voller Erwartungen, die mehr als erfüllt wurden, in Rußbach an. 

Das Wetter war von unserem allmächtigen Gott „maßgeschneidert“. Bis auf die letzten Kilometer war Sonnenschein unser Begleiter. Aber wenige Meter vor unserem Ziel regnete es wie aus Gießkannen. So manches Gebet stieg nach „oben“… Wir durften erleben, dass der Himmel sich aufklarte und die Sonne über  Berg und Tal lachte. Ebenso bemerkenswert: Unsere Gaumen wurden täglich mit Gourmetgerichten verwöhnt - was Zuhause auf der Waage bei dem einen und anderen sicher zu erkennen war.

An allen drei Ausflugstagen begleitete uns Roman mit seinem „Insider-Wissen“, gespickt mit Witz und Humor, sehr kurzweilig und interessant. Jeder Ausflug begann 9:16 Uhr! Ergo: Wir starteten täglich unsere Frühgymnastik mit anschließendem Kneipp’schen Wassertreten sowie Inhalieren im Gradierrondell um 7:16 Uhr, wie kann es anders sein! Schon das brachte Heiterkeit!  Inbegriffen der Komik-Vortrag „Henriette“ von unserer Carola während der Chorprobe am ersten Abend dargeboten, wo das Lachen alles übertönte. Und zum Glück von unserem „Pressefotograf“ Harald fototechnisch festgehalten wurde, wie alles auf dieser unvergesslichen Reise. Auch hier gleich noch ein Dankeschön an unser bewährtes gutes Orga-Team Herbert und Bärbel.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus zuerst nach Bad Ischl. Mit Roman pilgerten wir durch den Ort und den Kurpark. Dabei erfuhren wir sehr viel über den Kaiser Franz-Josef und Sissi. In der Konzert-Muschel sangen wir ein Lied. Die Akustik war genial. Die Sonne strahlte, wir auch. Dann ging‘s weiter nach St. Gilgen. Während der Fahrt begeisterte immer wieder die Majestät der Bergwelt. Damit jeder Reiseteilnehmer diese Schönheit der Natur auch mal gut sehen konnte, wurden im Doppelstockbus die oberen ersten vier Plätze zum ständigen Wechsel freigehalten. Nach einer Roman-geführten-Stadtbesichtigung und individueller Freizeitgestaltung erlebten wir eine Schifffahrt auf dem schönen Wolfgangsee. In St. Wolfgang zeigte uns unser Wirt das „operettenbekannte Weisse Rössl“ und vieles mehr, wie immer unterhaltend und mitreißend. Für einen jeden blieben noch zwei Stunden Zeit zum Shoppen oder Bummeln, ehe wir die Rückfahrt ins Hotel antraten. Ein umfangreiches Grillbuffet auf der Terrasse bis in die Nacht hinein, ließ den Tag ganz geschmackvoll ausklingen. Untermalt von vielen Witzen, dieses mal von Roman’s Mutter.

Am dritten Tag liefen wir 9:16 Uhr mit Roman zur Talstation der Seilbahn. Mit einer Gondel „stiegen“ wir auf die 1410 Meter hohe Alm der Hornspitze. Dort konnte wahlweise der Ameisenexpress zur Edtalmhütte genutzt werden oder, wer gut zu Fuß war, den Alpengarten erkunden, den Panoramablick durch „zielgenaue Holzlöcher“ (in aufgestellte dicke Holzbretter gebohrt)  zum Dachstein, Gosaukamm und zu anderen Berggipfeln genießen, sowie den Flüster- und Schaukelwald kennenlernen. Bei einem deftigen Essen mit Speck (Schinken) und Bergkäse wurde so manches Lied in luftiger Höhe geschmettert. Am Nachmittag mit der Gondel wieder in Rußbach angekommen, begann das „Wettmelken“! Von Roman moderiert! Das war ein Gaudi! Nicht nur die witzigen Bemerkungen, auch der Strahl spritzte manchmal sonst-wo-hin. Natürlich Lachsalven ohne Ende! Die Sonne meinte  es sehr gut. So konnten wir vor dem Abendessen noch ins nahe gelegene Naturbad gehen und uns abkühlen. Nach dem 3-Gänge-Menü  bekamen die drei besten Melker vom Wirt eine Urkunde und einen Schnaps gesponsert. Und nun erfreute uns „Blasius“! Ein volkstümlicher Alleinunterhalter, der mit Niveau und Vielseitigkeit überraschte. Außergewöhnliche Musikinstrumente, wie Waschrumpel, Stöcke,  Holzlöffel, Nachttopf mit Klingel u. a. m. wurden von Steve, Bärbel, Bernd, Regina und  Herbert M. gekonnt bespielt, natürlich unter spaßiger Anleitung von Blasius. Froh gelaunt ging auch dieser Tag zu Ende!

Und schon brach der letzte Ausflugstag an. Mit dem Bus fuhren wir zum schönsten Bergsee Europas: dem Gosausee. Eine Perle der Natur, wie es Roman auf den Punkt brachte. Die Berge spiegelten sich im klaren Wasser wider. Im herrlichsten Sonnenschein spazierten wir ein Stück um den See herum. Danach ging es zum Mittagessen in die Weinstube zurück. Nachmittags fuhren wir nach Salzburg. Die Sorge, die Hitze könnte in der Stadt unerträglich werden, löste sich auf. Der liebe Gott schob einfach ein paar Wolken vor die Sonne. Nach einem informativen Spaziergang durch die geschichtsträchtige Altstadt konnte die verbleibende Zeit jeder für sich nutzen. Mit dem Bus fuhren wir dann zur Neuapostolischen Kirche. Ein Höhepunkt unserer Reise! Die Geschwister hatten sich auf unser Kommen vorbereitet. Wir wurden freundlich empfangen. Jeder von uns fühlte sich wohl. Der Hirte diente in einfühlsamer Weise. Er kannte uns nicht. Dennoch sagte der eine oder andere: „Sie haben genau das angesprochen, was ich brauchte!“ So wirkt der Geist Gottes! Unser Chor bereicherte den Gottesdienst mit neun Liedern. Bei einem anschließenden Umtrunk und herzlichen Gesprächen wurde so manches Schöne ausgetauscht, auch ein Geschenk von unserem Peter Höppner überreicht. Was eine emotionale Rührung bewirkte. Es war ein krönender Abschluss dieser herrlichen Seniorenfahrt der Bezirkschorsänger.

Zur Abreise am Freitag „weinte“ der Himmel. Das machte uns den Abschied etwas leichter. Ein letztes Lied: Der Herr ist mein Hirte, eine Dankeschön-Karte für Roman, Umarmungen und Küsschen sowie Fahnen zum Winken kamen aber trotzdem noch zum Einsatz. Wir hatten uns irgendwie alle lieb gewonnen.

Leider gab es auch einen Wermutstropfen: Unsere Glaubensschwester Doris stürzte bei der Wanderung auf dem Hornspitz. Mit der Bergwacht und dem Rettungswagen wurde sie nach Salzburg gebracht. Vor Ort betete Herbert mit uns, dass unser Himmlischer Vater helfen, alles wohl lenken und ordnen mag. Nach kurzem Krankenhausaufenthalt durften wir sie, wie erbeten, mit nach Hause nehmen. Danke lieber Vater im Himmel. Inzwischen ist der komplizierte Beinbruch in Eisenach im Krankenhaus operiert worden und Doris befindet sich auf dem Weg der Genesung. Wir beten und wünschen weiterhin gute Besserung, auf dass sie uns im nächsten Jahr wieder begleiten kann.