Jahresauftakt für die Jugend mit Bezirksapostel Krause in Hamburg-Harburg

The harbor of mercy - Der Hafen der Gnade und Barmherzigkeit

Frisch gekochter Kaffee und Tee, Franzbrötchen, Laugenbrötchen, Lakritze und Gummibärchen standen für die Jugendlichen bereit, die zum Auftaktgottesdienst mit Bezirksapostel Rüdiger Krause am 21.Januar 2018 in die Gemeinde Hamburg-Harburg eingeladen waren.

Die jungen Christen kamen aus allen vier Hamburger Bezirken sowie aus Stade und Lüneburg.

Eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes kamen die Sängerinnen und Sänger des neuen Jugendchores Nord zu einer gemeinsamen Chorprobe zusammen.

Wer Atemübungen zu Beginn einer Chorprobe bisher als eintönig und langweilig empfunden hatte, wurde hier eines Besseren belehrt. Mit viel Rhythmus und Klatschen können solche Übungen sehr schwungvoll gestaltet werden.
Dieser Schwung wurde in Gesang umgesetzt, denn dieser Chor „hat es echt drauf!“ - So drückte es der Bezirksapostel am Ende des Gottesdienstes begeistert aus.

Zu Beginn des Gottesdienstes um 11 Uhr war die Kirche in Harburg mit über 400 Jugendlichen und ihren Betreuern voll besetzt.

Als Eingangslied wurde aus dem Gesangbuch das Lied 395 „Fort, fort mein Herz zum Himmel“ gesungen.

Das Bibelwort für diesen Jugendgottesdienst ist im 2. Timotheus 2,11-13 zu finden:

„Das ist gewiss wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er auch uns verleugnen; sind wir untreu, so bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“

Der Jugendchor sang zu Beginn des Gottesdienstes das Lied „You are welcome here“ von Marty Parks.
In diesem Lied wird unter anderem vom „Harbor of mercy“, also vom „Hafen der Gnade“ gesungen.

Der Bezirksapostel ging in seiner Predigt auf den Begriff „Hafen“ ein und äußerte dazu seine Gedanken:

In einem Hafen gibt es die unterschiedlichsten Schiffe: Große und kleine, wunderschöne und einige, die nicht ganz so toll aussehen. Jedes dieser Schiffe erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Eines ist ihnen aber gemeinsam: Es sind Schiffe.
Ein Hafen ist auch der Platz, wo es um Umsatz und Gewinn einer Stadt geht. Im Hamburger Hafen wurden durch eine List, Schiffe mit großer Ladung dazu gebracht, diese auch in Hamburg zu entladen. Die Elbbrücken wurden tief gebaut, sodass voll beladene Schiffe nicht rausfahren konnten. Es war also eine Grenze gesetzt worden.

Bezirksapostel Krause ging auf den „Harbor of mercy - Hafen der Gnade oder der Barmherzigkeit“ ein, der im Lied der Sänger besungen wurde.
Wir alle sind Schiffe in diesem Hafen und sehr unterschiedlich gestaltet. Die Grenze in diesem Bereich ist das Evangelium Christi. Unser Anlegeplatz, um im Glauben zu „gewinnen“, ist hier zu finden. Jedes Schiff darf hier anlegen – egal wie es aussieht und welchem Zweck es dient.

Auf das Textwort eingehend, erklärte der Bezirksapostel, was es mit den Begriffen Sterben, Dulden und Verleugnen auf sich hat.

Das Sterben heißt, dass wir uns gegen die Sünde entscheiden, die wir auch manchmal ganz bewusst
begehen. Wenn wir da als Überwinder hervorgehen, bedeutet das ein Leben mit Gott.

Dulden bedeutet, dass es in unserem Leben Dinge gibt, die wir erdulden müssen und uns eine Menge abfordern können. Wer erduldet, erträgt und geduldig sein kann, der wird, so steht es geschrieben, „im Paradies mit herrschen.“ Wie immer dieses „Herrschen“ auch aussehen mag.

Beim Thema der Verleugnung wurde Bezirksapostel Rüdiger Krause sehr deutlich.
Es können viele Dinge verleugnet werden: Die Sakramente, die Auferstehung oder dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.
Hier ist die Aussage im Textwort eindeutig: „Verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen.“

Bezirksälteste Fritz Göller aus dem Bezirk Hamburg-Nord ging in seinem Predigtbeitrag ebenfalls auf das Lied „You are welcome here“ ein.

Hier heißt es, dass wir, wenn wir hungrig und durstig sind, am Altar Gottes willkommen sind.

Auch Gott kann hungrig sein, so sagte es der Bezirksälteste:
Er hat „Hunger“ nach unserer Treue, unserer Geradlinigkeit und unserer Entschiedenheit zu ihm.
„ER will uns Gutes tun. Gott sei Dank. Das ist seine Barmherzigkeit im Hafen der Gnade“, so lautete der letzte Satz des Bezirksältesten, der an Karfreitag dieses Jahres in den Ruhestand geht.

Das Thema „Hafen der Gnade oder Barmherzigkeit“ lies auch den Bezirksevangelisten Lars-Rüdiger Kahnwald nicht los.
Als passionierter Freizeitkapitän erwähnte er, dass es manchmal schwierig ist in einem Hafen anzulegen um zu tanken. Denn getankt werden kann nur im Hafen. Manchmal sind mehrere Anläufe nötig, aber irgendwann hat man es geschafft und füllt sein Reservoir wieder auf.

Unsere Seelen haben im Hafen der Barmherzigkeit die Möglichkeit aufzutanken, um den Lebens- und Glaubensweg weitergehen zu können.

Leider sind wir uns nicht immer bewusst, dass wir diese Möglichkeit haben, so der Bezirksevangelist weiter. Manchmal bedarf es Freunde, die einen direkt darauf hinweisen und liebevoll ermahnen, diese Chance wahrzunehmen. Damit werden sie „Tankschiffe“ für einen selbst.

Auch der Bezirksapostel berichtete über Situationen in seinem Leben, wo es eines Freundes bedurfte, damit er fest im Glauben bleiben konnte.

Zur Feier des Heiligen Abendmahls sagte der Bezirksapostel, dass es längst nicht in jedem Gottesdienst neue Erkenntnisse gibt. Vieles haben wir schon sehr häufig gehört.
Was aber immer wieder als Kraftquelle für die kommende Zeit dient, ist das Heilige Abendmahl.
Dafür legen wir im „Hafen der Barmherzigkeit“ an, um neu aufzutanken.

Und es ist völlig egal, wie viele Anlegemanöver dazu nötig sind oder wie unser Glaubensschiff aussieht.
Gott ist und bleibt uns gegenüber treu – und wir wollen es ihm gleichtun.