Gottesdienst mit Bezirksapostel Krause in Falkenberg

Am Sonntag, 14. Januar 2018, feierten die Gemeinden östlich der Elbe des Kirchenbezirkes Torgau im „Haus des Gastes“ in Falkenberg ihren ersten Gottesdienst mit Bezirksapostel Krause seit der Fusion zur Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland.

An diesem sonnigen Sonntag strömten die Gottesdienstteilnehmer aus den Gemeinden Jessen, Schönewalde, Herzberg, Falkenberg und Bad Liebenwerda herbei und füllten den Saal im Haus des Gastes. Bei seinem Eintreffen im Foyer des Hauses begrüßte der Bezirksapostel im Besonderen die dort versammelten Jugendlichen.

Indessen stimmten ein Streichquartett mit Klarinette sowie der gemischte Chor mit Musik die Zuhörer auf den Gottesdienst ein.  Der Gottesdienst begann mit dem gemeinsam gesungenen Lied Nr. 99 aus dem Gesangbuch „Licht vom Licht, erleuchte mich“.

Als Bibelwort diente

Kolosser 2, 6-7:

„Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“

Gleich zu Beginn seiner Predigt nahm der Bezirksapostel Bezug auf das vom Chor vorgetragene Lied „Gut, dass wir einander haben“. Der darin geäußerte Gedanke, „…dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist“, zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst.  Er stellte sogleich die letzten Jesuworte „Ich bin bei euch alle Tage…“ in den Mittelpunkt. Jesus ist auch hinter uns, räumt auf, ist neben uns – auch in Gestalt von Schwester und Bruder. Er ist über uns, unter uns und in uns. Damit ist er auch Maßstab unseres Lebens. „Die Wissenschaftler sind beeindruckt von der Größe des Evangeliums. Es ist zeitlos und für alle Nationen geeignet.“ so der Bezirksapostel.

Bezugnehmend auf die im Bibelwort angeführte Dankbarkeit nutzte er die Gelegenheit, zu sagen, dass er dankbar ist, mit uns zusammenarbeiten zu können. Gott anzunehmen heißt auch, die Sakramente anzunehmen.

Zur Erläuterung des vorgelesenen Wortes von der Verwurzelung verwandte er die auf der Herfahrt gesehenen dramatischen Bilder vieler am Straßenrand entwurzelter Bäume. Flachgewurzelte Bäume fielen den starken Stürmen zum Opfer. In unseren Lebensstürmen werden wir nicht auf Alles eine Antwort finden, wir wollen uns aber im Glauben fest machen lassen!

Nach dem vom Chor vorgetragenen Lied „Der Herr ist mein Licht“ sprach der Gastbischof Beutz aus Wilhelmshaven in seinem Predigtbeitrag unter anderem von Situationen, die uns an Grenzen heranführen, wo Manches schief geht und wir oftmals ratlos sind.  Gott weiß aber in allen Fällen Rat zu geben! In diesem Zusammenhang ging er auch auf die sehr verschiedenen Entwicklungen und Erfahrungen der Jugend ein.

Im Hotel fiel ihm ein Werbeplakat mit dem englisch-deutschen Text „Unexpected services – Treue lohnt sich doch“. (In der Übersetzung: Unerwartete Dienste)

Leise fügte er noch die starken Worte an, dass das Friedensreich, in dem der Satan gebunden ist, kein Märchen sei, sondern göttliche Realität.

Der Chor sang eine Strophe von dem Lied „Herr, dein Wort, die edle Gabe“ und sodann sprach Bischof Matthes zu den Versammelten. Nochmals erwähnte er die Textpassage aus dem Eingangschorlied, dass Gott in unsrer Mitte ist. Allerdings setzte er den Fokus auf den Halbsatz zuvor, dass es der Gott ist, von dem wir reden. Damit ermunterte er die Gemeinde, von Gott zu reden, bevor wir seine Gegenwart z.B. im Gottesdienst erleben.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles leitete Apostel Korbien zum Heiligen Abendmahl für die Entschlafenen über. In seinen Worten ging er noch einmal auf die Gegenwart Gottes und Jesu insofern ein, dass Jesus über unser Lebensende hinaus bis zum Ende der Welt da ist.

An einem Bild, welches der Apostel am Tag zuvor bei einer Trauerfeier gesehen hat, machte er die Bedeutung  der Existenz der entschlafenen Seelen für uns deutlich. Er schilderte die symbolhafte Bedeutung, wie der Sohn der verstorbenen Mutter bei eisigem Wind vor dem Schutz bietendem Auto des Bestatters stand, in dem sich die Urne und ein Bild seiner Mutter befand. Genauso können wir schützende Geborgenheit empfinden, wenn uns die Gegenwart unserer Voraufgegangenen im Angesicht widriger Lebensumstände bewusst wird.

Im Anschluss an den Gottesdienst bestand die Möglichkeit der persönlichen Verabschiedung vom Bezirksapostel, Apostel und den beiden Bischöfen.