"Einst zog in niedern Hüllen" - Gottesdienst mit Apostel Schulz in Delmenhorst

Apostel Schulz besucht am Palmsonntag die Gemeinde Delmenhorst

Am Sonntag, den 25. März, besuchte Apostel Dirk Schulz die Gemeinde Delmenhorst. Grundlage war das Bibelwort aus Sacharja 9, Vers 9: Du, Tochter Zion, freue dich sehr,  und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.

Die dem Eingangsgebet folgende Bibellesung vertiefte das Palmsonntagsgeschehen. Darin wurde auch beschrieben, wie die Jünger loszogen, um ein Eselfüllen loszubinden und zu Jesus zu bringen. Jesus gab ihnen mit, auf die Frage, warum sie das Füllen losbänden, zu antworten: „Der Herr bedarf seiner.“ Auf diesen Punkt ging der Apostel ein und stellte heraus, dass das sehr anschaulich auf das Verhältnis des Sohnes Gottes zu dir und mir hinweist: „Der Herr bedarf deiner!“ Unabhängig, woher jemand kommt, was man kann, welchen Status oder welche Bildung jemand hat, ohne Blick auf die Sündhaftigkeit und Unvollkommenheit, immer ist da der Ruf Jesu: „Komm zu mir, ich bedarf deiner.“ Im Gottesdienst ging der Apostel weiter auf die göttliche Gerechtigkeit ein und den Umstand, dass der Herr unser Helfer ist. Das Hilfsangebot beinhaltet immer die Nähe Gottes, die Fürsprache Jesu. Jesus Christus machte mit dem Ritt auf dem Eselfüllen seinerzeit deutlich, dass er kein König nach gängiger Vorstellung war und seine königliche Gerechtigkeit und Hilfe allen Völkern im Diesseits und Jenseits galt, ja, den Weg anbot heraus aus der Sünde in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu kommen. Im Co-Beitrag zur Predigt wurde kurz das Bild eines alten britischen Königs beschrieben, der seinerzeit auf seinem Pferd in die Kathedrale zu seiner Krönung geritten  kam und nicht abstieg, um sich wie üblich bildlich vor Gott zu beugen und sich feierlich krönen zu lassen, sondern sich vom Pferd aus sitzend die Krone selbst nahm. Wie anders ist da das Beispiel und die Lehre Christi, der sich in Demut und voller Vertrauen an seinen Vater wandte und sich in Liebe allen Menschen zuwandte, niemanden ausschloss und allen den Weg zu ewigen Gemeinschaft mit Gott ermöglicht, unabhängig von Status, Bildung oder Herkunft.

 

Am Ende des Gottesdienstes wurde der Vorsteher in den Ruhestand versetzt und ein neuer beauftragt. Anschließend informierte der Apostel die Gemeinde, dass in gut zwei Jahren eine neues Kirchengebäude gebaut würde und damit nahezu ziemlich genau 90 Jahre nach dem Bau der heutigen Kirche