Wer sucht eigentlich wen?

Diese Frage könnte als Zusammenfassung für den Jugendgottesdienst stehen, der am 19. August in der Gemeinde Eimsbüttel stattfand.

Das Bibelwort für diesen Gottesdienst ist im 5. Buch Mose; Kapitel 4, Vers 29 nachzulesen:

„ Wenn du aber dort den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.“

Der Jugendchor sang zu Beginn des Gottesdienstes „ Ein Gärtner geht im Garten“
Bezirksevangelist Peper ging in der Wortverkündigung sogleich darauf ein. Er sei, so sagte er, an dem Wort „gedeihen“ gedanklich hängen geblieben.
Wenn etwas gedeihen soll, so führte er aus, benötigt es Zeit. Eine Blume ist nicht sofort in voller Pracht vorhanden, sondern durchläuft einen Prozess des „Gedeihens“. Am Ende dieses Vorganges ist eine wunderschöne Blume zu bestaunen.

Bei uns ist es nicht anders. Unser Glaube wächst und gedeiht während wir nach dem Reiche Gottes trachten. So, wie es in der Bergpredigt beschrieben ist.

Der Mensch ist ein Suchender
Egal ob man nun vor seinem Computer sitzt oder sein Smartphone bedient:
Sehr häufig werden Suchmaschinen benutzt um Fragen zu beantworten oder bei der Suche nach bestimmten Dingen zu helfen.
Diese Suchmaschinen erleichtern häufig den Alltag – aber helfen sie auch bei tiefer gehenden Fragen? Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach tiefer innerer Befriedigung,  nach Ruhe und Frieden und vielleicht sogar nach Gott.
Wo und wie finde ich Gott?
Der Bezirksevangelist erwähnte eine Aussage aus der heiligen Schrift, wo es heißt, dass Gott in seinem Sohn zu finden ist.

Gott ist auch ein Suchender
Nicht nur wir als Christen sind auf der Suche nach Gott, sondern ER sucht uns ebenfalls.
Dabei kommt er uns in seiner Liebe entgegen. Er sorgt für uns – sogar täglich, zärtlich und immer wieder neu. Warum sucht der allmächtige Gott denn ausgerechnet nach dir und nach mir? Er braucht dich und mich vielleicht um jemandem anderen helfen zu können.

Wie intensiv ist unsere Suche nach Gott?
Aus dem täglichen Leben heraus, so erwähnte es der Bezirksjugendleiter D. Obernauer, kennen wir das hektische Suchen nach dem Handy oder dem Autoschlüssel.
Alles wird in der Wohnung auf den Kopf gestellt und man bleibt so lange dabei, bis der gesuchte Gegenstand gefunden wurde. Sieht unsere Suche nach Gott auch so aus? Beschäftigen wir uns so lange mit Gott, bis wir ihn gefunden haben -  egal wie groß der Aufwand ist?

„Ich bin hier Herr – meinst du mich Herr?“
Priester M. Floß gab zum Schluss allen Anwesenden nach dieser Liedzeile den Rat, sich von Gott auch finden lassen zu wollen.
Das ist ebenfalls ein Prozess des Gedeihens – wie so vieles in unserem Glaubensleben.