Bezirksjugendgottesdienst mit Bischof Knobloch

„Achte auf deine Gedanken, sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten (..)“

Jugendliche aus Hamburg Nord und Hamburg West feierten am 19.12.2018 in Eimsbüttel den Mittwochabend Gottesdienst zusammen. Grundlage für den Gottesdienst war das Wort aus Johannes 3, 8: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“

 

Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied „Ich bin hier, Herr.“

Bischof Knobloch gab die Geschichte eines Dänischen Königs wieder, der vor einer Kirche eine „Sünderbank“ entdeckte. Die Menschen wollten dem König einen schöneren Platz in der Kirche anbieten, doch der König wollte auf der „Sünderbank“ Platz nehmen, da auch er ein Sünder sei. Bischof Knobloch betonte, dass wir alle Sünder seien und Gott uns trotzdem, so wie wir sind willkommen heißt und annimmt. Bezugnehmend auf das Textwort fragte Bischof Knobloch, warum wir den Teufel nicht sofort erkennen. Erstens sei er ein Verkleidungskünstler und zweitens erlaubt er alles. Die Werke des Teufels zu erkennen und sich davon zu befreien, sei nicht immer einfach.

Bischof Knobloch zitierte Folgendes: „Achte auf deine Gedanken, sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten (..)“

Der Teufel sät Zweifel. Sicherlich kommt vom Altar nicht nur Gottes Wort, da Menschen das Wort verkünden, aber ein großer Teil ist Gottes Wort. Wichtig ist zudem, dass wir uns vor dem Gottesdienst heiligen. Zudem betonte der Bischof, dass wir zuerst nach Gottes Reich trachten sollten, so wird uns Vieles, auch im täglichen Leben zufallen. Kürzlich gab der Stammapostel den Konfirmanden den Tipp mit auf den Weg, dass sie sich eine enge Verbindung zu Jesus aufbauen sollten.

Der Bezirksjugendleiter Julian Storm aus Hamburg West diente mit und unterstrich den Wunsch, dass wir Jugendlichen anders aus dem Gottesdienst gehen, als wir gekommen sind. Es liegt häufig an uns, ob wir eine positive Veränderung zulassen, oder uns über Kleinigkeiten ärgern. Eine weitere Zugabe gab der Bezirksjugendleiter aus Hamburg Nord David Obernauer. Er berichtete von einem Kollegen, der häufig petzt, was ihn bei anderen Kollegen nicht beliebt macht. Der Diakon stellte die Frage: „What would Jesus do/think?“ Wie schaffen wir es, unsere Gedanken vom Teufel wegzulenken? Jesus ist uns ein Vorbild, dass es gelingen kann.

Hinführend zum Heiligen Abendmahl erzählte der Bischof folgende Geschichte: Ein  Gefangener sollte, nachdem er seine Zeit im Gefängnis abgesessen hatte, in die Freiheit entlassen werden. Um zu erfahren, wie seine Eltern zu ihm stünden, schrieb er ihnen einen Brief. Wenn sie ihm verziehen hatten, sollten sie ein weißes Tuch in den Apfelbaum vor dem Haus hängen. Er plante, die Heimreise mit dem Zug anzutreten. Wenn kein Tuch im Apfelbaum hinge, würde er weiterfahren. Als der Zug sich seiner Heimatstadt näherte, wurde er so nervös, dass er es nicht über sich brachte, aus dem Fenster zu schauen. Er fragte einen Fahrgast, ob er für ihn nach dem weißen Tuch schauen könne. Dieser bestätige, dass alles in Ordnung sei,  denn im ganzen Baum hingen weiße Tücher.

Den Abschluss des Gottesdienstes gestaltete der Chor und die Gemeinde mit folgendem schönen Liedvers: „Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen fürchtet euch nicht, Gott hat euch lieb Groß und Klein, seht auf des Lichtes Schein.“ Während des Gesangs ging ein Licht durch die Reihen.

 

Im Anschluss des Gottesdienstes  kam die Jugend noch bei Keksen und Glühwein zusammen.

S.B.