"Gemeinsam sind wir stark"
Kindergottesdienst in Genthin

Es gibt Momente, derer sich ein Berichterstatter sehr schwer emotional entziehen kann und daher eine objektive Berichterstattung entsprechend problematisch wird. So erging es mir am Sonntag, den 10.3.2019 im Kindergottesdienst in Genthin.

Die Kinder aus dem Kirchenbezirk Stendal, zu dem seit November '18 auch die Gemeinde Genthin gehört, waren zusammengekommen. Bereits weit vor Gottesdienstbeginn fuhren die ersten Autos in die Dürerstraße ein. Kinder Groß und Klein mit und ohne Instrumente stiegen, manchmal noch etwas verschlafen nach der langen Anfahrt, aus und liefen in Richtung Neuapostolische Kirche.

Geschäftiges Treiben in der geschmückten Kirche ließ die Zeit bis um 10 Uhr sehr schnell vergehen. Instrumente, Noten, Notenständer wurden ausgepackt und die richtige Aufstellung und Stimmung musste gefunden werden. Nach kurzer Anspielprobe nahmen alle Kinder ihren Platz im Kinderchor ein, wo weiter geprobt wurde. Derweil trafen immer mehr Geschwister ein. Aber auf einmal – drei Minuten vor Gottesdienstbeginn – breitete sich eine fast absolute Stille im Kirchenraum aus, bis die Orgel ein fröhliches „Weil ich Jesu Schäflein bin“ anstimmte. Nach dem gemeinsamen Lied und Eingangsgebet sang zunächst der Kinderchor. Das Thema des Kindergottesdienstes war am Altar zu lesen und hieß:

„Gemeinsam sind wir stark.“ Es wurde mit dem Bibelwort aus Matthäus 25, 16 und 17 mit Leben erfüllt.

Priester Lehmann erläuterte im Zwiegespräch mit den Kindern die Bedeutung des Wortes. Was ist Stärke, wie erlangt man Stärke, welche Gaben haben wir und wie können wir sie in der Kirche in der Gemeinde einsetzen? Bei jeder Frage sahen die Gottesdienstbesucher viele Kinderfinger in der Luft und hörten die verschiedensten Antworten. Zwischendurch sang der Kinderchor oder das Kinderorchester spielte. Es wurde gelacht und es wurden ernste Worte gesprochen. Priester Pilgermann aus Tangerhütte predigte ein letztes Mal in einem Kindergottesdienst und Priester Schulze aus Stendal wies insbesondere auf das Geschenk des Gotteswortes, der Sündenvergebung und des Heiligen Abendmahles hin.

Am Gottesdienstende sangen die Kinder ein letztes Lied und die Gemeinde zeigte ihre Freude über die abwechslungsreiche Musik während des Gottesdienstes mit einem begeisterten Applaus.

Nach dem Gottesdienst konnten alle einen leckeren Mittagsimbis zu sich nehmen, um sich für die teilweise recht lange Heimfahrt zu stärken.