Internationaler Jugendtag 2019 – Rückblick Teil I

Der Internationale Jugendtag in Düsseldorf war für alle Teilnehmer ein beeindruckendes Erlebnis, dass in allen noch nachwirkt. Jugendliche aus aller Welt und über 100 Nationen erlebten 4 Tage angefüllt mit Begegnungen, Angeboten und Musik. Wir möchten darüber auch gern hier berichten.

Die Jugendgruppe aus den Gemeinden Schwerin und Gadebusch startete am Himmelfahrtstag morgens um 04:00 Uhr Richtung Düsseldorf, wo uns ein Reisebus mit Jugendlichen aus dem Bereich Neubrandenburg einsammelte. Durch den frühen Start war die Busfahrt sehr ruhig und wurde größtenteils verschlafen. Und so war unser Bus auch einer der ersten, die auf dem Gelände ankamen.

Nach dem Check-In erhielten wir unser Begrüßungspaket, bestehend aus Tragetasche, T-Shirt, Loop-Schal und Thermobecher und waren damit für die kommenden Tage ausgerüstet. Danach bezogen wir unser Quartier in Schlafhalle 13 unweit vom „Duschdorf“ und konnten danach das Gelände erkunden.

Die Verpflegungshallen hatten bereits geöffnet und versorgten alle ankommenden Teilnehmer. Auch die Begegnungshalle 6 war offen und man konnte die Stände der Gebietskirchen aller Kontinente entdecken.

Am Abend fanden in den unterschiedlichen Hallen Gottesdienste mit den Gastaposteln zum Himmelfahrtstag in Deutsch, Französisch und Englisch statt, ergänzt durch Predigtbeiträge in anderen Sprachen wie Russisch, Holländisch oder Lingala. Der Abend klang dann mit Livemusik in den Hallen und auf der Open-Air-Bühne aus.

Der Freitag begann mit der Eröffnungsveranstaltung in der Arena mit viel Musik, Tanz und einer Lightshow, bei der auch das Publikum durch Leuchtarmbänder miteinbezogen wurde. Stammapostel Jean-Luc Schneider begrüßte alle Teilnehmer und eröffnete den Jugendtag offiziell mit dem Drücken des roten Buzzers. Damit fiel der Startschuss für ein reich bestücktes Programm unter dem Motto „Hier bin ich“. Bei Vorträgen, Seminaren, Mit-Mach-Events, Musik und Konzerten, Sportangeboten und Ausstellungen zum Entdecken, Begegnen und Innehalten war für jeden Geschmack etwas dabei.
Am Abend begeisterte der Chor aus 3.500 Sängern, Solisten und Orchester mit der Aufführung des Poporatoriums „I Am“ alle Zuhörer.

Die Tage waren geprägt von einer besonders lockeren und offenen Atmosphäre unter allen Teilnehmern. Man kam überall ins Gespräch und konnte Brüder und Schwestern aus anderen Teilen der Welt kennenlernen und sich austauschen. Der gemeinsame Glaube verbindet uns alle in unserer Vielfalt und Verschiedenheit als eine große Familie. Die Wahrscheinlichkeit auch einmal von Unbekannten gedrückt zu werden, war überdurchschnittlich hoch.

Am Sonntag erlebten wir einen bewegenden Gottesdienst mit Kreise der 30.000 Teilnehmer. Der Stammapostel diente mit dem Wort aus Joh 13, 34.35

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Ein Zusammenfassung des Gottesdienstes findet ihr hier: https://nac.today/de/158033/717866
Den gesamten Gottesdienst kann sich auf dem Youtube-Channel des IJT ansehen: https://youtu.be/ImGoxGIjF1E

Mein persönlicher Eindruck: Ich habe mich gefragt, was uns Gott mit diesem Wort sagen will, dass wir ja alle doch schon längst kennen. Mir wurde klar, dass es immer noch so aktuell ist, weil wir scheinbar immer noch nicht voll und ganz begriffen haben, was es wirklich heißt, so wie Gott zu lieben – ohne Kompromiss und frei von Vorurteil und innerlichen Barrieren. Ich nehme das als meine persönliche „challenge“ in den Alltag mit.

Nach dem Gottesdienst wurden alle Teilnehmer noch mit einem Lunchpaket ausgestattet, traten dann die Heimreise an und landeten am Sonntagabend ein wenig kaputt, aber glücklich wieder zu Hause.