Internationaler Jugendtag 2019 – Rückblick Teil II

Wir möchten in diesem Monat weiter vom Internationalen Jugendtag berichten, denn die Tage in Düsseldorf waren nicht nur mit Musik, Sport und Begegnungsmöglichkeiten angefüllt, sondern wurden auch von einem reichhaltigen Rahmenprogramm begleitet. In vielen Angeboten konnten die Teilnehmer sich mit christlichen Themen auseinandersetzen, Vorträge erleben oder auch vorhandenes Wissen in Seminaren weiter ausbauen. Im IJT-Guide waren alle Veranstaltungen nach Orten und Zeiten sortiert, um alles schneller zu finden. Hier ein paar kleine Streiflichter.

Seminar „Die Herausforderung annehmen“ (Rise to the challenge)

So konnte beispielsweise der niederländische Schriftsteller und Forscher Ben Tiggelaar für einen mitreißenden Vortrag gewonnen werden. Er beschäftigt sich mit menschlichen Verhaltensweisen, Führung und Veränderung. In seinem Vortrag ermutigte er die neue Generation von Christen und teilte sein Wissen. Das Motto „Hier bin ich“ wurde dabei immer wieder aufgegriffen, denn eine bessere Welt beginnt bei den Dingen, die wir selbst beeinflussen können.
Aber wie kann man Ziele, die man sich selbst steckt, besser erreichen?
Eine Motivation ist, sich selbst statt „Leistungszielen“ besser „Lernziele“ zu stecken und sich diesen mit kleinen, aber realistischen Schritten zu nähern. Das ermutigt und hilft beim Durchhalten. Im Kern geht es immer darum, das persönliche Verhalten zu ändern, um Dinge zu erreichen. Es braucht 21 Tage, bis eine täglich wiederholte Sache zu einer neuen Gewohnheit wird. Wichtig ist auch das eigene Hinterfragen, was man wirklich selbst erreichen möchte und auch mit dem Umfeld darüber zu sprechen. Und manchmal braucht es für den ersten Schritt auch 20 Sekunden von verrücktem Mut, um einen neuen Anfang zu wagen. Der erste Schritt ist oft entscheidend für das Erreichen des Ziels.
Der Vortrag war sehr interaktiv gestaltet, so dass man mit seinen Stuhlnachbarn ins Gespräch kam, zwischendurch zu Musik tanzte oder per Handy-App Antwortbegriffe an die Vortragsleinwand schicken konnte. Und immer wieder ließ Ben Tiggelaar auch seine persönliche christliche Haltung anklingen.

„Hier bin ich ... hocherfreut. Motiviere dich und andere.“

Gleich im Anschluss besuchte ich das Motivationsseminar von Torsten Will. Das war wirklich mehr als erfrischend. Er ist Diakon in unserer Kirche und verknüpfte sein Coaching mit ganz vielen Aspekten unseres Alltags in der Kirche. Und das auch durchaus lustig, er brachte den ganzen Saal mit mehreren tausend Zuhörern zum Lachen. 
Ein Tipp von ihm - frage dich am Ende eines jeden Tages folgende 3 Dinge und beantworte sie dir schriftlich:

  • Was war heute wirklich gut?
  • Was durfte ich heute lernen?
  • Wer liebt mich und wen liebe ich?

Hier noch ein paar weitere Gedanken:

  • „Ihr seid Strahlbeauftragte! Lächelt!“
  • „Wenn nicht wir, wer dann?“ – Unser Glaube muss wahrhaftig sein und ganz praktisch erlebbar sein.
  • „Wenn du willst, dass dein Leben sich verändert, dann muss du dich zuerst bewegen.“

Mehr Info zu Torsten Will: http://www.torstenwill.com/

Christlicher Poetry Slam

Eine der letzten Veranstaltungen des IJT am Samstagabend war der Christliche Poetry Slam, eine Art Dichterwettstreit, in dem Texte vor einem Publikum vorgetragen werden und dann mit der Intensität des Publikumsapplauses bewertet werden. So wird abschließend der Sieger gekürt. Das Thema lautete auch hier natürlich „Hier bin ich“ und die Jugendlichen trugen ihre selbstgeschriebenen Texte vor, die sich um das Glaubensleben drehen.
Der aufmerksame Zuhörer konnte dabei auch einen Beitrag aus unserer Schweriner Gemeinde entdecken. Julia Franke trug ihren Text vor und stellte sich dabei auch ihrer Publikumsangst (, die sie dabei auch ein wenig überwand.) Ihre beiden Beiträge, die sie vorbereitet hatte, findet ihr hier zum Download (oben rechts).