Enthüllung des Mosaiks an der neuen Kirche in Westerstede

Das Mosaik von der Altarrückwand des alten Kirchengebäudes ist nun an der Außenfassade der neuen Kirche angebracht und wird jetzt mit der ganzen Stadt geteilt.

"Dies ist für unsere Kirche ein sehr ungewöhnlicher Abend“, begrüßte Öffentlichkeitsbeauftragter Jan Fitzner die Gemeinde und geladene Ehrengäste zu einer Feststunde zur Enthüllung des Mosaiks. Denn üblicherweise verfüge die Neuapostolische Kirche auch aufgrund ihrer Herkunft und der Finanzierung auf Basis freiwilliger Spenden nicht über Kunstschätze. Da bilde das 6 x 2,50 Meter große Glasmosaik des über die Region hinaus bekannten Künstlers Georg Schmidt-Westerstede eine Ausnahme. „Als ich mit unserem heutigen Kirchenpräsidenten vor sechs Jahren im alten Kirchengebäude stand und der Neubau beschlossen wurde, war uns gleich klar: Das Mosaik muss mit. Nur wie?“, schildert Fitzner. Er dankte der Stiftung für Kunst und Kultur in Westerstede für deren fachliche und finanzielle Unterstützung sowie den Nachfahren und Familie des Künstlers für Ihre zustimmende Begleitung. Ebenso richtete Fitzner Dankworte an den Landkreis und die Stadtverwaltung für die wohlwollende und tatkräftige Unterstützung des gesamten Kirchenbauprojektes.

Der Landrat des Ammerlandes, Jörg Bensberg, freute sich, dass auch etwas aus dem alten Kirchengebäude bewahrt bliebe. Das Motiv, ein Kreuz, verbinde alle Christen. Die vielen tausend Steinchen ergäben zusammen ein prächtiges Bild. „Jeder Stein, egal ob strahlend oder matt, ist wichtig für das Ganze. Fehlen welche, wirkt das Mosaik nicht mehr“, verglich Bensberg das Mosaik mit der Gemeinschaft der Gemeinde, in der jeder seinen Platz habe. der Westersteder Bürgermeister Klaus Groß erinnerte noch einmal an den Weihegottesdienst im Dezember 2018, den er als sehr schön und beeindruckend in Erinnerung behalte. Er freue sich, diese Feierstunde noch in seiner auslaufenden Amtszeit besuchen zu dürfen und versprach, im Ruhestand als Privatperson wieder zu Besuch zu kommen. Der Bürgermeister bedankte sich für dieses tolle Projekt und dass das Mosaik nun mit der ganzen Stadt und seinen Bürgerinnen und Bürgern und auch Besucherinnen und Besuchern geteilt werde.

Die Erste Vorsitzende der Stiftung für Kunst und Kultur in Westerstede, Frau Melanie Schneider, ordnete den Umzug des Mosaiks als eines der bedeutendsten, kreativsten und eindrucksvollsten Kunstvorhaben in Westerstede ein. Sie erinnerte an den Lebenslauf des Künstlers und erläuterte das Kunstwerk. Das Mosaik zeige ein Kreuz mit dem Wasser des Lebens und der aufgehenden Sonne, Elemente des Kirchenemblems der Neuapostolischen Kirche. Wenn man versuche, den Ausfallwinkel der auftreffenden Sonnenstrahlen zu finden, erstrahle das Kreuz in gleißendem Gold. „Versuchen Sie es einmal, Sie werden begeistert sein“, verspricht Schneider. An der Feierstunde nahm auch die Familie des Künstlers teil und freute sich sehr über die Wertschätzung dessen Kunstwerks. „Heute geben wir der Stadt auch etwas zurück. Wir wollen mit diesem Standort und auch mit dem nun öffentlich sichtbaren Kunstwerk unsere Verbundenheit mit und unsere Offenheit für alle Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck bringen“, erklärte Fitzner.