GAM-Konzert 2019 - Welch ein Freund ist unser Jesus

Ein ruhiges und tiefsinniges Repertoire überwiegend zeitgenössischer Lieder wurde den Zuhörern in Olbernhau und Suhl-Goldlauter entsprechend der stillen und gedenkenden Zeit des Kirchenjahres mit Geistlicher Abendmusik (GAM) geboten. Auch das diesjährige GAM-Projekt war wieder bundesländer- und konfessionsübergreifend. Die 40 Mitwirkenden kamen aus dem mittleren Erzgebirge zwischen Olbernhau, Annaberg-Buchholz und Chemnitz sowie aus den thüringischen Kirchengemeinden Suhl und Saalfeld.

 

Das erste Konzert fand am 2. November 2019 in der Neuapostolischen Kirche Olbernhau statt. Circa 110 Zuhörer lauschten tief berührt den musikalischen Darbietungen.  

Das Programm wurde mit einem Trompetensolo "Conversation for cornet“ von C.E. Grundman (1913-1996) eröffnet. Der Chor trug danach einladende Lieder wie "Gott mag segnen“, "So wie ich bin, komm ich zu dir“ und "Du sollst lieben Gott von ganzem Herzen“ vor, bevor das Publikum mit verzaubernden Melodien wie "Was ich erträume“, "Lord have mercy“ und "Gott sei stets in mir“ ein Stück weit aus dem Alltag entrückt wurde. Mit "Auch wenn wir euch nicht kennen“ und "Kommt werdet sein“ wurde unter Bezug auf den Katechismus der Neuapostolischen Kirche musikalisch der Blick auf Ewigkeit und ewiges Leben gelenkt.

Die ganze Bandbreite der Dynamik von zurückhaltendem "Pianissimo" bis zum ausufernden "Forte" erlebten die Konzertbesucher, als Werke vom Internationalen Jugendtag (IJT) 2019 in Düsseldorf intoniert wurden, neben dem IJT-Song "Here I am" zudem aus dem Pop-Oratorium "Die sieben Ich-bin-Worte Jesu" das "Ich bin der Weinstock" und "Ich bin das Brot des Lebens". Der Orgelspieler leitete mit modernen und ruhigen Klängen den Schlußteil ein, in dem die engagierten Sängerinnen und Sänger  Jesus Christus als "Freund" und "Anker in der Zeit" vorstellten, dessen Vater von gläubigen Menschen immer wieder im Gebet angerufen werden darf,  wie die Zuhörer  vom Baß-Solisten erfuhren im "Vater, mein Vater, erhöre mich".

"Ihr habt ein besonderes und tiefgehendes Konzert versprochen… und das habt ihr gehalten ...“ waren die ersten Dankesworte des Bezirksältesten Flemming an den Dirigenten Roger Maschek.

Am 9. November fand inhaltsgleich das zweite GAM-Konzert in der Evangelischen Kirche "Zum Propheten“ in Suhl-Goldlauter statt. Dieses altehrwürdige Gotteshaus wurde im Barock 1747 als Fachwerkbau errichtet und regional typisch mit Naturschiefer verkleidet. Über dem seitlichen Eingangstor steht der Bibelspruch aus Matthäus 11 Vers 28: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.“ Der erste Kirchenbau datiert allerdings auf das Jahr 1555 zurück, als Bergleute sich in dem Gebiet ansiedelten und die erste Kapelle errichteten.

Kalt war es in dem Gotteshaus, denn die Jahrhunderte haben ihre Spuren hinterlassen, die noch nicht repariert werden konnten. Dennoch fanden sich ca. 80 Zuhörer ein, die gespannt dem Konzert lauschten. "So ein Konzert hören wir morgen nicht gleich wieder. Danke für dieses besondere und berührende Programm…" fasste Evangelist Quenstedt, Vorsteher der Neuapostolischen Kirchgemeinde Suhl, die Empfindungen der Zuhörer zusammen, die – ebenso wie in Olbernhau – mit dem irischen Segensgruß musilkalisch vom Chor verabschiedet wurden.

Eine Überraschung wartete nach dem Konzert in Olbernhau auf den Projektverantwortlichen Roger Maschek. Ein Blumenstrauß als symbolischer Dank wurde ihm anlässlich des 30. GAM-Konzertes seit 2005 von den Mitwirkenden überreicht.

Auch in 2020 wird die Reihe der "Geistlichen Abendmusik" fortgesetzt und wie jedes Jahr Chor und Orchester konfessions- und gemeindeübergreifend neu zusammengestellt. Für effektives und reisekostensparendes Üben werden Noten und Hörbeispiele auch online zur Verfügung gestellt. Neue wie ehemalige Mitglieder jeden Alters sind immer herzlich willkommen.
Bewerbungen und Nachfragen zu den Probenterminen bitte an den Gesamtverantwortlichen Roger Maschek: NAK.GAM.Info@web.de