Beginn des Kirchenjahres mit Bezirksapostel Rüdiger Krause in Chemnitz.
Neuer Bezirksvorsteher beauftragt.

Der Festgottesdienst zum 1. Advent 2019 mit dem Bezirksapostel war geprägt durch die Inruhesetzung des Bezirksältesten Thomas Flemming und die Beauftragung des Bezirksevangelisten Heiko Schreiter als neuen Bezirksvorsteher.

Der Bezirksapostel wurde begleitet von Apostel Ralph Wittich, Bischof Thomas Matthes sowie den Bezirksvorstehern des Apostelbereiches. Unter den Gottesdienstbesuchern waren auch die im Ruhestand lebenden Bezirksapostel Nehrkorn und Klingler sowie die Apostel Quittenbaum und Bimberg. Per Internetübertragung waren die Gemeinden Annaberg-Buchholz und Olbernhau angeschlossen.

Vor Beginn des Gottesdienstes hatten der Chor und das Orchester stimmungsvoll und einprägsam die Gemeinde zu dem Gottesdienst hingeführt. Eine moderne Bearbeitung von „Näher mein Gott zu dir", untermalt durch ein Video, erzeugte viel Bewegung in der Gemeinde.

Gottesdienst

Bezirksapostel Krause diente der Festgemeinde mit dem Bibelwort Offenbarung 19, 7:

„Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre gebe; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitet“

Einleitend bewegte der Bezirksapostel den Gedanken, dass das Kirchenjahr gar nicht schöner beginnen kann, als mit der stimmungsvollen Adventszeit. Es bleibt für uns beeindruckend, wie markant Gott uns immer seine Heilstaten in Erinnerung ruft. Als gesetzliche Feiertage finden wir in unserem Land im Kalender unter anderem Karfreitag, Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Diese Tage rufen uns die Hochfeste der Christenheit in Erinnerung. Da macht Gott uns für alle Zeit deutlich, welche großartige Botschaft er in die Menschheit hineingetragen hat. Die „Termine“ bleiben Ausdruck der Großtaten Gottes. Beim bewussten Blick in den Kalender macht Gott so immer wieder deutlich „Ich bin da“.

Dazu gehört auch die frohe Botschaft „Ich komme“. Nur schemenhaft erkennen wir, wie großartig sein Plan ist und wie konsequent Gott an seinem Plan festhält. Das ist die Botschaft zu Beginn dieses Advents: Er wird kommen und er wird diejenigen zu sich nehmen, die sich darauf freuen und vorbereiten.

"Lasst uns freuen und fröhlich sein." Freude ist so eine Grundstimmung, die man in sich haben darf. Fröhlichsein dagegen wird auch für andere deutlich. Zum Fröhlichsein fordert der Herr auf. Das soll eine Auswirkung haben in dieser Zeit, nicht nur in die Gemeinde hinein sondern auch in unsere Umgebung hinein. Fröhlichkeit muss einen Grund haben und das ist für uns die Freude am Herrn.

  • Johannes der Täufer freute sich über die Stimme seines Freundes Jesus, des Bräutigams. (Johannes 3, 29) Wir wollen uns freuen, dass auch heute die Stimme des Herrn als frohe Botschaft durch den Heiligen Geist hörbar ist. Dazu müssen wir zu ihm gehen.
  • Das Volk freute sich über die Taten des Herrn, als Jesus am Sabbat eine kranke Frau heilte. (Lukas 13, 17) Auch wir können uns über die Taten des Herrn freuen, zum Beispiel über Glaubenserfahrungen oder Gebetserhörungen.
  • Jesus sagte, dass schon Abraham seinen Tag sah und sich freute. (Johannes 8, 56). Es sind Epochen seit Abraham vergangen. Gott hat seine Verheißungen immer erfüllt. So können wir uns auch auf das zukünftige Kommen des Herrn freuen.
  • Apostel Petrus schrieb "...freut euch, dass ihr mit Christus leidet." (1. Petrus 4, 12.13) Das ist eine hohe Stufe der Erkenntnis. Christus kann mit uns fühlen, denn er hat viel gelitten. Er gibt uns Kraft und Geduld zum Tragen. Er versteht uns. Das soll uns Freude sein.

Der bisherige Bezirksvorsteher, Bezirksältester Thomas Flemming, regte in seiner letzten Predigt dazu an, zu prüfen, welche Erwartungen wir an Gott und unser Leben haben. Er dankte allen für die Unterstützung und dem ewigen Gott für die Hilfe.

Apostel Ralph Wittich wies in seinem Predigbeitrag darauf hin, dass Freude nicht befohlen werden kann. Die Freude muss immer einen Grund haben. Für uns als Christen ist Jesus Christus dieser gemeinsame Grund. Wir wollen zur Freude beitragen, präsent sein für unsere Geschwister und das Licht des Advents hineintragen in die Familien.

Inruhesetzung und Beauftragung

Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl für die Gemeinde und die Seelen in der Ewigkeit erfolgte die Inruhesetzung des bisherigen Bezirksältesten und die Beauftragung des neuen Bezirksvorstehers.

Der Bezirksapostel charakterisierte den Bezirksältesten Thomas Flemming als verantwortungsvollen Voraufgänger. 1976 erhielt er als Unterdiakon den ersten Amtsauftrag. Er diente in den verschiedenen Amtsstufen insgesamt 43 Jahre, unter anderem als Vorsteher in den Gemeinden Zschopau, Glauchau und Burkhardtsdorf. Seit 2008 war er als Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Chemnitz verantwortlich. Der Bezirksapostel wünschte, dass tiefe Dankbarkeit dem ewigen Gott gegenüber auch in seinem Herzen bleibt und wünschte einen gesunden Ruhestand.

In der Ansprache zur Beauftragung des neuen Bezirksvorstehers, Bezirksevangelist Heiko Schreiter, bedankte sich der Bezirksapostel zunächst für die Bereitschaft, diesen Dienst zu übernehmen und charakterisierte dann in einigen Punkten die Aufgabe:

  • Ganz klare und eindeutige Verbindung zum Herrn und in der Nachfolge des Apostolats.
  • Blick auf alle Brüder, um Kraft zu geben, manchmal auch um „in die Lücke“ zu treten. Kraft, Zuversicht und Freude vermitteln. Die Kraft kommt aus der Freude am Herrn.
  • Strategisch voraus denken.
  • Pflege des Bezirkes, der Kinder, der Jugend und der Musik.

Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde noch Gelegenheit, sich bei dem bisherigen Bezirksvorsteher zu bedanken und dem neuen Bezirksvorsteher alles Gute zu wünschen. Nur schwer lässt sich die Stimmung der Freude und Dankbarkeit beschreiben, die sich in diesen Begegnungen gezeigt hat.