Fürbitten-Lichter vor dem Altar

Bezirksjugendgottesdienst im Kerzenschein in Hamburg-Alstertal

Ein Candlelight-Date mit Gott erlebte die Jugend des Bezirks Hamburg-Nord zusammen mit der Gemeinde am 20.11.19  in Alstertal. Verwundert setzte man sich in die Reihen, denn bereits beim Betreten der gläsernen Kirche bekam jeder ein Stück Krepp-Band mit seinem Namen drauf aufgeklebt und ein Teelicht in die Hand gedrückt.

Der Gottesdienst begann dann ohne Eingangslied von allen. Stattdessen gab es ein Solo-Stück zu hören. Ein Diakon sang „Coming Home“ von John Legend und wurde dabei am Klavier begleitet. Anschließend wurden alle aufgefordert, das eigene Teelicht vor den Altar zu stellen und dabei eine Fürbitte zu beten, sodass am Ende jedes Licht auch ein Gebet symbolisierte. Da nicht jeder ein Feuerzeug dabei hat, gingen Jugendliche mit brennenden Teelichtern rum und gaben von ihrem Licht ab. Auf dem Weg zum Altar wurde das Licht also immer weitergereicht. Andere nahmen sich Zeit und zündeten Lichter wieder an, die bereits erloschen waren. Die Gebete brannten weiter. Die schöne Idee, Fürbitten-Lichter vor den Altar zu bringen, entwickelte sich somit selbstständig weiter und hatte den Effekt, dass man sich gegenseitig half und Gebetsfeuer bei seinen Nächsten neu entfachte.

Nun begann der Gottesdienst. Priester Eisenblätter diente der Jugend mit dem Wort aus

Matthäus 14,29:

 

„Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.“

 

Nach dem Textwort sang der Chor „Genug, dass du die Liebe bist“ - ein Lied, was nicht nur wunderschön komponiert ist, sondern auch genau in die Stimmung passte.

 

Der sehr bewegende Gottesdienst hatte den Kerngedanken Jesus symbolisch in sein Lebensschiff zu nehmen. Er ist immer da und redet genau mit dir. Mit ihm ist alles möglich, weshalb wir alle Entscheidungen in unserem Leben zusammen mit ihm treffen sollten.

 

Dass Gott dich persönlich anspricht, unterstrich auch der mitdienende Priester. Das Bußlied wurde dann von einem Ensemble der Gemeinde und der Jugend aus Alstertal vorgetragen - mit Gesang, Gitarre und Klavier. Anschließend folgte das wohl denkwürdigste und intensivste Heilige Abendmahl, was der Großteil der Jugend je erlebt hat. Es wurde ein ganz persönliches Abendmahl, denn nun wurde der Zweck der Namensschilder bekannt: Jeder einzelne, der an diesem besonderen Gottesdienst teilnahm, wurde durch die Priester beim Empfang der Hostie namentlich angesprochen. Jesus spricht dich ganz persönlich in jedem Gottesdienst wieder an. So bewusst wie an diesem Abend erlebt man das selten. Begleitet wurde die Feier des Heiligen Abendmahls durch passende Klaviermusik. Diese Kombination löste Gänsehaut aus.

 

Nach dem Schlusslied des Chores, waren viele Augen nicht mehr trocken. Dieser denkwürdige Gottesdienst, der gar nicht so viel anders gemacht hat, aber mit diesen kleinen Änderungen so vieles und so großes in den Herzen der Jugend verändert hat, wird den meisten sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.