Adventsgottesdienst unseres Bezirksapostels

Zu einem Gottesdienst am 8. Dezember 2019 war der gesamte Bezirk Hamburg-Süd in die Harburger Kirche eingeladen.

An diesem 2. Advent verwendete Bezirksapostel Krause ein Bibelwort aus Jeremia 23, 5: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird."

Der Kinderchor trug in einer besonders gestalteten Weise ein Lied vor. Die kleinen Sängerinnen und Sänger traten vom Mittelgang und von beiden Seiten singend vor den Altar und trugen das Lied „Gott ist über uns, Gott ist bei uns, Gott ist unter uns, Gott ist um uns, Gott ist mit uns, …“ vor. Das hat auch den Bezirksapostel sehr beeindruckt. Er fasste diesen Liedinhalt zusammen mit den Worten: „Der Herr wird mit uns sein. Er verlässt uns nicht, er begleitet uns und möchte uns letztlich an das Ziel unseres Glaubens führen.“

Schon auf die Kerngedanken hinleitend erwähnte Bezirksapostel Krause, dass es bemerkenswert sei, wie der allmächtige Gott bis in unsere Zeit und auch heute noch Zeichen und Hinweise in Erscheinung treten ließe, die das Heilswirken Gottes für die Menschen ins Blickfeld rückten. Das zeige sich auch durch den Kalender, der auf die kirchlichen Festtage aufmerksam mache.

Das Volk war mit der Regentschaft des Königs Zedekia nicht zufrieden. Jeremia lässt diese Tatsache im Bibelwort erkennbar werden. Der Spross, von dem im Bibelwort die Rede ist, ist ein abgeschlagener Ast, der in der Verbindung zum Stamm dann neu austreibt. Im Vers davor wird erwähnt, dass der Herr Hirten senden wird, die in gerechter Weise das Volk führen werden. Und im Vers nach unserem Bibelwort heißt es, man wird ihn nennen: „Der HERR ist unsere Gerechtigkeit."

Dieses prophetische Wort hatte eine Ausrichtung über die damalige Zeit hinaus auf die Sendung des Sohnes Gottes. Doch bis sich diese Verheißung erfüllte, dauerte es noch Jahrhunderte.

Auch wir haben heute eine prophetische Verheißung. Diese hat der Herr selbst gegeben. „Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin!"  Und auf diese Verheißung macht der große Gott immer wieder aufmerksam. Dazu hat er den Heiligen Geist gesandt, damit den Menschen diese Verheißung immer wieder lebendig gemacht wird. Dementsprechend haben wir auch das Eingangslied Nr. 415 gesungen: „Der Bräut`gam kommt!“

Die Liebe und Güte Gottes mit den Menschen endet nicht mit seinem Wiederkommen, sondern setzt sich fort mit dem Tausendjährigen Friedensreich, wo alle Menschen die Möglichkeit haben werden, das Evangelium Jesu Christi kennenzulernen. Als Adventsbotschaft legte der Bezirksapostel uns den Friedensgruß des Herrn ans Herz: „Friede sei mit euch!“

Der Apostel  erwähnte im Mitdienen, dass die Kirche keine Moralanstalt sei. Es gehe um das Wort Gottes, das ewigen Bestand habe und Leben bewirke. Dabei werde die unerschöpflich große Liebe Gottes zu den Menschen erkennbar. Bezirksevangelist Freisleben sprach im Mitdienen davon, dass man denken könnte, der liebe Gott würde uns in unserer Persönlichkeit beschneiden. Das ist aber nicht so. Wir haben die feste Erwartung der Wiederkunft des Herrn, dafür wollen wir bereit sein.

Hierzu ergänzte der Bezirksapostel, das Liebeswerben Gottes erfordere von uns Entscheidungen. Auch Jesus Christus musste sich in seinen Versuchungen entscheiden. Das sei keine Beschneidung oder Einengung der Persönlichkeit. Eine Entscheidung für Gott sei eine Entscheidung für das ewige Leben und für die ewige Gemeinschaft mit Gott.

In diesem Gottesdienst wurden vier Kinder versiegelt.