Ich glaub' es geht schon wieder los!

+++ Planungen für Gottesdienste in den Kirchen des Bezirkes laufen auf Hochtouren +++

+++ Der ostfriesiche Kirchenbezirk Emden hat jetzt einen eigenen Kanal im amerikanischen Videoportal +++

"Ich glaub' es geht schon wieder los", mancher erinnert sich, war der Titel eines alten Schlagers. Während einige Menschen sich gut damit arrangiert haben, ihr gewohntes Zuhause nicht oder nicht so häufig zu verlassen, drängt es viele geradezu hinaus, sie wünschen sich ihren Alltag und ihre Freiheiten zurück.

Die Planungen für Gottesdienste in den Kirchen des Bezirkes laufen seit Bekanntwerden der Lockerung auf Hochtouren. Am 07. Juni soll es in vielen Gemeinden losgehen. Natürlich steht der Schutz aller Geschwister im Vordergrund. Die Umsetzung der behördlichen und kirchlichen Vorgaben kann aufgrund sehr verschiedener Gegebenheiten vor Ort nur sehr unterschiedlich erfolgen. "Konkrete Informationen zur gewählten Vorgehensweise werden von der jeweiligen Gemeindeleitung bekannt gegeben", teilte Bezirksvorsteher Udo Eilts mit.

Die Corona-Zeit hat viele Entwicklungen in Gang gesetzt. So nutzt die Neuapostolische Kirche seit geraumer Zeit das Videoportal YouTube. Ganze Gottesdienste werden darüber ausgestrahlt, Andachten, Musik und weitere verschiedenartige Beiträge veröffentlicht.

Die damit gemachten Erfahrungen und die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von denjenigen, die ihre Freude über diese Art der kirchlichen Versorgung deutlich ausdrücken bis hin zu solchen, die Aussagen diskutieren oder mittels Screenshot Kleidungswahl oder die Belichtung kritisieren wollen. Die Akteure betreten hier in vielerlei Hinsicht Neuland. So will tatsächlich gut überlegt werden, von welchem Ort man etwas ausstrahlt oder wo man etwas aufnimmt. Auch kommt der Kleidung in der Wahrnehmung des Publikums eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Ein schwarzer Anzug bei einer in der Kirche durchgeführten Andacht erzeugt bei manchem einen gottesdienstlichen Charakter, der gar nicht gewollt ist. Wenn man Sätze formuliert gelingt das mal druckreif, manchmal entstehen aber auch unglückliche, zweifelhafte Konstrukte, ohne dass dies beim Sprechen auffällt. Eine direkte Reaktion der Geschwister und Gäste, wie sie in Gottesdiensten in der Kirche möglich ist, bietet die Kamera nicht.

Nach einer Zeit der Auseinandersetzung mit vielerorts gemachten Erfahrungen und für YouTube nötiger technischer Voraussetzungen wurde in den letzten Wochen ein eigener Kanal für den Bezirk erstellt. Dabei ist es wichtig, so der Bezirksvorsteher, "dass auch die Geschwister, die über keinen Internetzugang verfügen, erreicht werden können." Zu diesem Zweck wurde die erste über Internet ausgestrahlte Andacht gleichzeitig mittels privater Handys in die drei Telefonkonferenzräume des Bezirkes eingespeist. "Dabei muss man nicht nur technische Aspekte, sondern auch finanzielle im Auge behalten. "Die teuren Handygebühren für die Einwahl der Sendegeräte werden von den Besitzern getragen. Die erste Andacht wird übrigens noch als Video online gestellt werden. Es ruckelte leider technisch bedingt an einigen Stellen, weil die eingesetzte Technik dafür nur bedingt geeignet war. Die gemachten Erfahrungen können aber nun ausgewertet und genutzt werden. Beim Einsatz von nichtprofessioneller Ausrüstung wird es allerdings bleiben", so Udo Eilts in seinem ersten Fazit.