Bezirksgottesdienst mit Apostel Uli Falk

Wie stellst Du dir Gott vor?

Am 6. Dezember 2020 fand in der Gemeinde Hamburg-Eppendorf der Gottesdienst für den Kirchenbezirk Hamburg-Nord statt.

Diesem Gottesdienst, der über YouTube ausgestrahlt und von Apostel Uli Falk gehalten wurde, lag ein Bibelwort aus dem 1. Johannes 5,20 zugrunde.

„Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen.
Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“

Herzlichen Dank!
Gleich zu Beginn seines Dienens an diesem zweiten Adventssonntag, bedankte sich Apostel Uli Falk bei all denen, die dafür sorgen, dass Glaubensgeschwister mit dem Wort Gottes versorgt werden.
Das, so sagte der Apostel sehr eindringlich, ist keine Selbstverständlichkeit. Auf vielen sichtbaren und unsichtbaren Wegen werde versucht, die Verbindung zu den Glaubensgeschwistern aufrecht zu erhalten.
Diese besonderen Zeiten zeigen auf eine sehr eindrückliche Art und Weise, wie wichtig es ist Kontakt zu halten. Nicht nur untereinander, sondern auch, um das Wort Gottes sehr bewusst an der Seele wirken lassen zu können.
Dank vieler HelferInnen ist es möglich, Gott auch heute in seinem Wirken erlebbar zu machen.

Gott berührt uns
Wenn man Kindern die Frage stellt, wie sie sich Gott vorstellen, bekommt man eventuell folgende Antwort:
„Er ist alt, hat weiße Haare und sitzt auf seinem Thron.“
Der Apostel erläuterte, dass sich dieser Blickwinkel mit den Jahren doch sehr verändert. Als rational denkender Erwachsener ist diese Frage eventuell nicht so leicht zu beantworten.
Hier kommt das Gefühl ins Spiel. Wenn wir bewusst Gottes Wort wahrnehmen, stellen sich Gefühle ein. Gott berührt uns innerlich auf eine Art und Weise, die schwer zu erklären ist. Das ist auch bei jedem gläubigen Christen anders ausgeprägt.


Jesus verschiebt Regeln und Gesetze
Apostel Falk beschrieb anschaulich, in welcher Zeit Jesus wirkte. Viele Gesetze und Regeln erschwerten aus heutiger Sicht den Umgang untereinander.
Kinder und Frauen hatten nicht den Stellenwert, der uns heute geläufig ist.
Ausgrenzung von Kranken, Übeltätern und anderer Gruppen waren an der Tagesordnung.
Jesus wurde in den Schriften als König, Retter und Herrscher angekündigt, und es bestand eine Erwartungshaltung, denen er so gar nicht entsprach.
In seiner Liebe wandte er sich den Kranken, Übeltätern und ganz besonders den Frauen und Kindern zu. Gerade die Kinder wurden in den Mittelpunkt gestellt, denn sie glauben und vertrauen vorbehaltlos.

Mache dir keine Sorgen!
Wenn wir lesen und im Gottesdienst hören, welche Werte Jesus Christus vorgelebt hat, kann der Gedanke aufkommen: „Das schaffe ich nicht. Ich soll werden wie Jesus? Das ist nicht zu erreichen.
Der Apostel machte deutlich, dass das auch gar nicht nötig sei. Wir können nicht all das erreichen, was Jesus uns vorgelebt hat. Wichtig ist, dass wir den Glauben behalten.

Wann hast du Gott zuletzt erlebt?
Diese Frage, so erläuterte der Apostel, wurde während einer Gesprächsrunde gestellt.
Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus.
Es sind nicht immer die offensichtlichen Dinge, wie vielleicht ein Gegenstand der gesucht und dann gefunden wurde, der ein Gotterleben  bewusst macht.
Der Apostel beschrieb sehr deutlich, dass wir die Möglichkeit haben, Gott dann zu erleben, wenn wir seine Angebote bewusst wahrnehmen.
Im Gottesdienst erleben wir Gottes Liebe und erfahren ihn auch in der Begegnung mit anderen Christen. Ruhe und Frieden und die tröstliche Zusage kommen zu dürfen, wie wir sind - das sind Empfindungen, die Gott uns in jedem Beisammensein erleben lässt.

Gott macht uns bereit
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wurde von einem Gesangsquartett die Bitte vorgetragen, dass Gott uns für den Himmel und ein Leben mit IHM bereit machen möge.
Apostel Uli Falk erläuterte, dass dazu auch gehöre, das Angebot des Heiligen Abendmahles bewusst anzunehmen.

Hier, so der Apostel, handelt Gott in seiner großen Liebe ganz aktiv an unserer Seele – wenn wir es denn zulassen.

Nach dem Gottesdienst wurden ein Diakon und ein Priester,beide aus der Gemeinde Hamburg-Eppendorf, mit Worten der Dankbarkeit und vielen guten Wünschen für die Zukunft, in den Ruhestand versetzt.