Gruppen

Ob aufgrund einer bestimmten Lebensphase oder eines dauerhaften Interesses: Wer sich für andere stark machen oder von anderen unterstützt werden möchte, kann die selbständig tätigen Gruppen der Kirche nutzen. Sie runden neben den Dienstleistungen der Verwaltung und der Strategiegruppe Nord- und Ostdeutschlands das überregionale Angebot der Kirche ab.

Alleinlebende

Zur Gruppe der Alleinlebenden zählen die knapp 30- bis 55-Jährigen, die ohne Lebenspartner sind. Darunter finden sich Menschen, die noch nicht verheiratet,  geschieden, getrennt lebend, bewusst allein lebend oder bereits verwitwet sind. Auch alleinerziehende Mütter und Väter mit ihren Kindern haben hier einen Platz.

Regelmäßige Veranstaltungen – regional, wie auch überregional – bilden die Eckpfeiler für ein aktives Miteinander in Gemeinschaft.  Alle Veranstaltungen sollen Freude und ein bewusstes Wir-Gefühl vermitteln. Dass sich aus den regelmäßigen, kirchlich organisierten Treffen auch private Zusammenkünfte ergeben, ist ein wünschenswerter und willkommener Nebeneffekt.

Gottesdienste für Hörgeschädigte

Seit vielen Jahren finden in neuapostolischen Kirchen Gottesdienste für Hörgeschädigte statt. Hierzu werden unterschiedliche Gottesdienstorte genutzt. Neben hörgeschädigten Glaubensgeschwistern sind auch Gläubige weiterer Konfessionen herzlich willkommen.

Die Predigt wird in Lautsprache vorgetragen und mit lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) unterstützt. Dadurch kann der Gottesdienst sowohl von Hörenden, als auch von Hörgeschädigten gemeinsam erlebt werden. Die hörgeschädigten Gottesdienstteilnehmer sitzen immer in der Nähe des Altars, um die Gebärden zu erkennen und vom Mund des Predigers ablesen zu können. Gemeindegesang und Vorträge des Chores werden ebenfalls in die Gebärdensprache übersetzt.

Die Amtsträger predigen langsam, mit leicht verständlichen Worten und in kurzen Sätzen. Dadurch können auch Hörgeschädigte und Kinder dem Gottesdienst gut folgen. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, durch Gespräche und gemeinsames Essen Gemeinschaft zu pflegen.

In einigen Gemeinden erfolgt regelmäßig die Übersetzung in lautsprachbegleitenden Gebärden. So sind hörgeschädigte Mitglieder in das Gemeindegeschehen vor Ort eingebunden. Nach den vor Ort gegebenen Möglichkeiten soll dieses Angebot ausgebaut und somit zu gelebter Inklusion beitragen.

Einige Amtsträger sowie weitere Gemeindemitglieder können mit lautsprachbegleitenden Gebärden kommunizieren. Das ermöglicht Begleitung und Beratung in verschiedenen Situationen des (Glaubens-)Lebens und bildet so die Basis für vertrauensvolle Seelsorge. Über die nachfolgende E-Mailadresse kann Kontakt zu kompetenten Ansprechpartner hergestellt werden:
bhb@nak-nordost.de

Mehr auf der Internetseite "Hörgeschädigte"

Menschen mit Behinderungen

Seelsorge für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige ist gemäß ihrer gesellschaftlichen Verantwortung eine wachsende Aufgabe in der Neuapostolischen Kirche.

Es entspricht christlichem Handeln, Menschen mit Behinderungen eine uneingeschränkte Teilhabe am Gemeindeleben zu ermöglichen. Jeder Mensch besitzt einen unschätzbaren Wert und ist von Gott als Schöpfer gewollt – Verschiedensein ist normal!

Die Neuapostolische Kirche möchte die Inklusion in den Gemeinden weiterentwickeln. Jeder soll einbezogen werden und sich in der Gemeinde wohlfühlen. Die Kirche trägt dafür Sorge, dass Barrieren aller Art (Gebäude, Sprache, Umgang etc.), die die uneingeschränkte Teilhabe erschweren, nach und nach abgebaut werden. Weiterhin ist es das Ziel, über das Gemeindeleben hinaus Erfahrungsaustausch zu pflegen und Aktivitäten ins Leben zu rufen, die den besonderen Bedürfnissen von Behinderten entsprechen.

Zur Unterstützung von Behinderten und deren Angehörigen stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung, an die sich Betroffene mit ihren Anliegen vertrauensvoll wenden können.

Kontaktaufnahme zu den Ansprechpartnern: bhb@nak-nordost.de

Mehr auf der Internetseite "Menschen mit Behinderungen"

Regenbogen-NAK

Die Regenbogen-NAK ist eine private Interessengemeinschaft homo-, bi- und transsexueller Christen innerhalb der Neuapostolischen Kirche. 1999 gegründet steht sie auch Familienangehörigen und Freunden sowie Andersgläubigen offen. Die Initiative ist weltweit tätig und in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Südafrika vertreten. Weltweit hat Regenbogen-NAK mehrere hundert aktive Mitglieder. Regenbogen-NAK wird durch einen Kreis von Sprecherinnen und Sprechern offiziell vertreten. Für jeden Themenbereich – schwul, lesbisch, bisexuell, transsexuell – stehen Ansprechpartner zur Verfügung. Seit 2012 bietet eine Eltern-Initiative innerhalb der Regenbogen-NAK Informationen und Rat für Eltern an.

Die regelmäßig stattfindenden regionalen und überregionalen Treffen bieten eine Plattform für gegenseitiges Kennenlernen und dienen dem Gedankenaustausch. In Arbeitssitzungen werden Projekte geplant, anstehende Fragen erörtert und die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung vorgestellt. Die Regenbogen-NAK bekennt sich zur Neuapostolischen Kirche und möchte sich in die Gemeinschaft der Gläubigen aktiv einbringen und sie fördern.

Selbsthilfegruppe Sucht

2010 hat sich unter der Leitung von Rainer Schaffrin die Selbsthilfegruppe Sucht gegründet, die seit 2011 unter dem Dachverband "Blaues Kreuz in Deutschland e.V." arbeitet. Die Gruppe will im Bereich Sachsen-Anhalt Hilfestellung geben für alle von einer Sucht Betroffenen, auch für Angehörige sowie interessierte Kirchenmitglieder und Amtsträger. Dabei ist es unbedeutend, um welche Art von Sucht es sich handelt (stoffgebunden: Alkohol, Tabletten, Drogen; nicht stoffgebunden: Spielsucht, Arbeitssucht etc.). Auf der Tagesordnung stehen ausgiebige Gespräche über Erfahrungen zum Thema Sucht, aber auch ein geselliger und ein seelsorgerischer Teil.

Bei Fragen stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Rainer Schaffrin
Telefon: 034922 60998 (mobil: 0160 4475466)

Bernd Blasig
Telefon: 039322 398946

Bernd Thieme
Telefon: 035383 60558

Sexuelle Übergriffe

Sexuelle Übergriffe sind ein hochsensibles Thema. Wem kann sich das Opfer anvertrauen? Wo erhält es Hilfe? An wen wendet sich der Beobachter eines sexuellen Übergriffs?

Die Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland hat ein Gremium gegründet, das im Falle sexueller Übegriffe in der Seelsorge jederzeit kontaktiert werden kann. Nach der Kontaktaufnahme wird das Gremium als Ganzes tätig. Es untersucht den vorliegenden Fall, vermittelt Seelsorger, zeigt dem Ratsuchenden konkrete Hilfeleistungen auf und berät die Kirchenleitung über etwaige kircheninterne Maßnahmen. Sensibilität und Professionalität gehen hierbei Hand in Hand.

Thorsten Beutz, Bischof
Verheiratet, fünf Kinder, Jahrgang 1962, Wohnort: Wilhelmshaven

Beruflicher Hintergrund: Ausbildung zum technischen Zeichner, später Bundesbeamter im Bereich Wehrtechnik, seit Anfang 2012 hauptberuflich bei der Neuapostolischen Kirche Hamburg K.d.ö.R.

Telefon: 0163 25 43 50 8, E-Mail: t.beutz@nak-nordost.de

Andrea Häger
Dipl.-Psychologin, Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin

Verheiratet, zwei Kinder, Jahrgang 1972, Gemeinde: Bremen-Lesum

Beruflicher Hintergrund: arbeitet in einer psychiatrischen Klinik, in der unter anderem Patienten behandelt werden, die an Depressionen beziehungsweise psychotischen Erkrankungen leiden

E-Mail: a.haeger@nak-nordost.de

Mathias Häger
Rechtsanwalt

Verheiratet, zwei Kinder, Jahrgang 1964, Gemeinde: Bremen-Lesum

Beruflicher Hintergrund: selbständiger Rechtsanwalt mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung, zudem langjährige Erfahrung in seelsorgerischer Betreuung als Priester, seit 2010 auch als Gemeindevorsteher

E-Mail: m.haeger@nak-nordost.de

Ana-Lena Mangels
B.Sc. Psychologie

Verheiratet, Jahrgang 1987, Gemeinde: Bremerhaven

Beruflicher Hintergrund: Tätigkeit im psychologischen Dienst einer Einrichtung für psychisch, geistig und körperlich Beeinträchtigte; vorher mehrere Erfahrungen in verschiedenen Kliniken

E-Mail: a.mangels@nak-nordost.de

Franziska Winkler
Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Verheiratet, Jahrgang 1980, Gemeinde: Hamburg-Sinstorf

Beruflicher Hintergrund: führt Einzel- und Gruppentherapien im ambulanten Rahmen durch (Schwerpunkt: Verhaltenstherapie), zuvor tätig in einer psychosomatischen Rehaklinik und in der Akutpsychiatrie

E-Mail: f.winkler@nak-nordost.de

 

Mehr Kontaktmöglichkeiten und Infos bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.hinsehen-handeln-helfen.de

Trauernde

Ein Gesprächskreis für Trauernde findet regelmäßig in der Hamburger Kirchenverwaltung statt. Einmal monatlich kommen die Trauernden für etwa zwei Stunden zusammen. Im geschützten Raum finden die Betroffenen gegenseitiges Verstehen und Akzeptanz auf dem individuellen Trauerweg. Erinnerung an die Persönlichkeit des Verstorbenen hat ebenso ihren Raum, wie die Trauer und Auswirkungen des Verlusts für alle, die die Entschlafenen schmerzlich vermissen.

In der Trauergruppe setzen sich die Teilnehmer mit der eigenen und der Trauer anderer auseinander, hören einander zu und versuchen auszusprechen, was jetzt so schwer für sie ist. Durch Gespräch und gemeinsames Tun wagen sie sich an die Trauer heran und in sie hinein und finden miteinander Entspannung bei der Entdeckung, dabei mit ihren Gefühlen nicht allein zu sein.

Leonore Matouschek, Leiterin der Trauergruppe, erinnert sich gern an die Zeit, als sie selbst Teilnehmerin eines solchen Gesprächskreises war: „Einige Kontakte sind bis heute geblieben. Mit ihnen verbindet mich ein tiefes gegenseitiges Verständnis, wie es sich jeder Mensch im Leben von Mitmenschen wünscht, wenn er oder sie gefühlsmäßig ganz am Boden liegt.“

Eine zentrale Rolle habe natürlich auch ihr Glaube dabei gespielt. Ohne diesen Glauben wäre es anders gelaufen, ist sich die Trauerbegleiterin sicher. „Ich habe auch viele von Verlust Betroffene kennengelernt, die gar nichts glauben. Sie haben es ungleich schwerer. Der Weg ist härter und scheint ganz erbarmungslos.“