Gruppen

Ob aufgrund einer bestimmten Lebensphase oder eines dauerhaften Interesses: Wer sich für andere stark machen oder von anderen unterstützt werden möchte, kann die selbständig tätigen Gruppen der Kirche nutzen. Sie runden neben den Dienstleistungen der Verwaltung und der Strategiegruppe Nord- und Ostdeutschlands das überregionale Angebot der Kirche ab.

 

Gottesdienste für Hörgeschädigte

Seit vielen Jahren finden in neuapostolischen Kirchen Gottesdienste für Hörgeschädigte statt. Hierzu werden unterschiedliche Gottesdienstorte genutzt. Neben hörgeschädigten Glaubensgeschwistern sind auch Gläubige weiterer Konfessionen herzlich willkommen.

Die Predigt wird in Lautsprache vorgetragen und mit lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) unterstützt. Dadurch kann der Gottesdienst sowohl von Hörenden, als auch von Hörgeschädigten gemeinsam erlebt werden. Die hörgeschädigten Gottesdienstteilnehmer sitzen immer in der Nähe des Altars, um die Gebärden zu erkennen und vom Mund des Predigers ablesen zu können. Gemeindegesang und Vorträge des Chores werden ebenfalls in die Gebärdensprache übersetzt.

Die Amtsträger predigen langsam, mit leicht verständlichen Worten und in kurzen Sätzen. Dadurch können auch Hörgeschädigte und Kinder dem Gottesdienst gut folgen. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, durch Gespräche und gemeinsames Essen Gemeinschaft zu pflegen.

In einigen Gemeinden erfolgt regelmäßig die Übersetzung in lautsprachbegleitenden Gebärden. So sind hörgeschädigte Mitglieder in das Gemeindegeschehen vor Ort eingebunden. Nach den vor Ort gegebenen Möglichkeiten soll dieses Angebot ausgebaut und somit zu gelebter Inklusion beitragen.

Einige Amtsträger sowie weitere Gemeindemitglieder können mit lautsprachbegleitenden Gebärden kommunizieren. Das ermöglicht Begleitung und Beratung in verschiedenen Situationen des (Glaubens-)Lebens und bildet so die Basis für vertrauensvolle Seelsorge. Über die nachfolgende E-Mailadresse kann Kontakt zu kompetenten Ansprechpartner hergestellt werden:
bhb@nak-nordost.de

Mehr auf der Internetseite "Hörgeschädigte"

Menschen mit Behinderungen

Seelsorge für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige ist gemäß ihrer gesellschaftlichen Verantwortung eine wachsende Aufgabe in der Neuapostolischen Kirche.

Es entspricht christlichem Handeln, Menschen mit Behinderungen eine uneingeschränkte Teilhabe am Gemeindeleben zu ermöglichen. Jeder Mensch besitzt einen unschätzbaren Wert und ist von Gott als Schöpfer gewollt – Verschiedensein ist normal!

Die Neuapostolische Kirche möchte die Inklusion in den Gemeinden weiterentwickeln. Jeder soll einbezogen werden und sich in der Gemeinde wohlfühlen. Die Kirche trägt dafür Sorge, dass Barrieren aller Art (Gebäude, Sprache, Umgang etc.), die die uneingeschränkte Teilhabe erschweren, nach und nach abgebaut werden. Weiterhin ist es das Ziel, über das Gemeindeleben hinaus Erfahrungsaustausch zu pflegen und Aktivitäten ins Leben zu rufen, die den besonderen Bedürfnissen von Behinderten entsprechen.

Zur Unterstützung von Behinderten und deren Angehörigen stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung, an die sich Betroffene mit ihren Anliegen vertrauensvoll wenden können.

Kontaktaufnahme zu den Ansprechpartnern: bhb@nak-nordost.de

Mehr auf der Internetseite "Menschen mit Behinderungen"

REGENBOGEN-NAK

REGENBOGEN-NAK wurde 1999 als private Interessenvertretung für homo-, bi- und intersexuelle sowie trans* Christen*innen innerhalb der Neuapostolischen Kirche gegründet. Heute ist die Initiative weltweit tätig und ist in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Südafrika vertreten. Ebenfalls gehören Christen*innen anderer Konfessionen sowie weitere Förderer und Freunde zum Kreis der Mitglieder. In Deutschland wurde 2018 der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein REGENBOGEN-NAK e.V. gegründet. So wie die Interessenvertretung in allen anderen Ländern, ist auch  der Verein offen für alle Interessierten, die sich mit den Zielen von REGENBOGEN-NAK identifizieren und diese unterstützen wollen. Weltweit hat REGENBOGEN-NAK mehrere hundert aktive Mitglieder und Unterstützer*innen. In Deutschland wird REGENBOGEN-NAK e.V.  durch den Vereinsvorstand offiziell vertreten. Für jeden Themenbereich – schwul, lesbisch, bisexuell, intersexuell, trans* – stehen Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Seit 2012 bietet eine Eltern-Initiative innerhalb der REGENBOGEN-NAK Informationen und Rat für Eltern an.

Die regelmäßig stattfindenden regionalen und überregionalen Treffen bieten eine Plattform für gegenseitiges Kennenlernen und dienen dem Gedankenaustausch. In den Mitgliederversammlungen werden Projekte geplant, anstehende Fragen erörtert, die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung vorgestellt und Beschlüsse gefasst.

https://regenbogen-nak.de

Selbsthilfegruppe Sucht

2010 hat sich unter der Leitung von Rainer Schaffrin die Selbsthilfegruppe Sucht gegründet, die seit 2011 unter dem Dachverband "Blaues Kreuz in Deutschland e.V." arbeitet. Die Gruppe will im Bereich Sachsen-Anhalt Hilfestellung geben für alle von einer Sucht Betroffenen, auch für Angehörige sowie interessierte Kirchenmitglieder und Amtsträger. Dabei ist es unbedeutend, um welche Art von Sucht es sich handelt (stoffgebunden: Alkohol, Tabletten, Drogen; nicht stoffgebunden: Spielsucht, Arbeitssucht etc.). Auf der Tagesordnung stehen ausgiebige Gespräche über Erfahrungen zum Thema Sucht, aber auch ein geselliger und ein seelsorgerischer Teil.

Bei Fragen stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Rainer Schaffrin
Telefon: 034922 60998 (mobil: 0160 4475466)

Bernd Blasig
Telefon: 039322 398946

Bernd Thieme
Telefon: 035383 60558

Sexuelle Übergriffe

Sexuelle Übergriffe sind ein hochsensibles Thema. Wem kann sich das Opfer anvertrauen? Wo erhält es Hilfe? An wen wendet sich der Beobachter eines sexuellen Übergriffs?

Die Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland verfügt über ein Gremium, das im Falle mutmaßlicher sexueller Übergriffe in der Seelsorge jederzeit kontaktiert werden kann. Nach der Kontaktaufnahme wird das Gremium i.d.R. als Ganzes tätig. Es untersucht den vorliegenden Fall, zeigt dem Ratsuchenden konkrete Hilfeleistungen auf und berät die Kirchenleitung über etwaige kircheninterne Maßnahmen. Sensibilität und Professionalität gehen hierbei Hand in Hand.

Bei Bedarf wenden sie sich bitte an:


Thorsten Beutz, Bischof
Verheiratet, fünf Kinder, Jahrgang 1962, Wohnort: Wilhelmshaven

Beruflicher Hintergrund: Ausbildung zum technischen Zeichner, später Bundesbeamter im Bereich Wehrtechnik, seit Anfang 2012 hauptberuflich bei der Neuapostolischen Kirche Hamburg K.d.ö.R.

Telefon: 0163 25 43 50 8, E-Mail: t.beutz@nak-nordost.de

Andrea Häger
Dipl.-Psychologin, Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin

Verheiratet, zwei Kinder, Jahrgang 1972, Gemeinde: Bremen-Lesum

Beruflicher Hintergrund: arbeitet in einer psychiatrischen Klinik, in der unter anderem Patienten behandelt werden, die an Depressionen beziehungsweise psychotischen Erkrankungen leiden

E-Mail: a.haeger@nak-nordost.de

Mathias Häger
Rechtsanwalt

Verheiratet, zwei Kinder, Jahrgang 1964, Gemeinde: Bremen-Lesum

Beruflicher Hintergrund: selbständiger Rechtsanwalt mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung, zudem langjährige Erfahrung in seelsorgerischer Betreuung als Priester, seit 2010 auch als Gemeindevorsteher

E-Mail: m.haeger@nak-nordost.de

Ana-Lena Mangels
B.Sc. Psychologie

Verheiratet, Jahrgang 1987, Gemeinde: Bremerhaven

Beruflicher Hintergrund: Tätigkeit im psychologischen Dienst einer Einrichtung für psychisch, geistig und körperlich Beeinträchtigte; vorher mehrere Erfahrungen in verschiedenen Kliniken

E-Mail: a.mangels@nak-nordost.de

Franziska Winkler
Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Verheiratet, Jahrgang 1980, Gemeinde: Hamburg-Sinstorf

Beruflicher Hintergrund: führt Einzel- und Gruppentherapien im ambulanten Rahmen durch (Schwerpunkt: Verhaltenstherapie), zuvor tätig in einer psychosomatischen Rehaklinik und in der Akutpsychiatrie

E-Mail: f.winkler@nak-nordost.de

Mehr Infos bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Trauernde

Trauer ist die natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen. Das ganze Leben wird durch den Tod eines nahestehenden Menschen verändert; es ist, als sei nichts mehr wie vorher. Trauer und Klage müssen gehört und zugelassen werden.

Trauernde fühlen sich oft schon nach kurzer Zeit allein mit ihren Gefühlen der Verunsicherung, der Traurigkeit, manchmal der Wut, des Haderns, der Angst und der Schuldgefühle, aber auch allein mit der Erinnerung und der Liebe.

Doch wie die Freude, so braucht auch die Klage Gehör bei den Menschen und nicht nur vor Gott; und wie die Freude, so braucht auch die Trauer einen angemessenen Ausdruck.

Was wird getan?

Schulungen zum Thema "Trauerbegleitung"

2017/18 wurden an vier Orten 62 Mitglieder für die Trauerbegleitung in Nord- und Ostdeutschland geschult. Sie sind inzwischen als Ansprechpartner aktiv und mit verschiedenen Angeboten in den Gemeinden tätig.

Schulungen für Amtsträger: Auf Anfrage von Amtsträgern gibt es die Möglichkeit, einen Schulungstermin zum Thema "Begleitung für Trauernde" (z.B. samstags, Dauer: 3 Stunden) mit einer erfahrenen Trauerbegleiterin/ einem Trauerbegleiter zu vereinbaren. Es können dazu auch Amtsträger aus mehreren Gemeinden zusammenkommen. Für Anfragen nach solchen Schulungen sowie weiteren Informationen wende man sich bitte an den Runden Tisch Trauerbegleitung der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland:
trauerbegleitung@nak-nordost.de
(Brit Gardemeier, Gabriela Hauffe, Karola Korbien, Daniel Marx, Leonore Matouschek, Ralf Vicariesmann, Angelika Voigt-Schäckermann )

Gesprächsangebote für Trauernde

In Nord- und Ostdeutschland gibt es verschiedene Angebote für Trauernde: Gesprächsgruppen, Einzelgespräche, Hausbesuche, Nachmittage für Trauernde, Andachten, gemeinsame Friedhofsspaziergänge usw.

Informationen zu den jeweiligen Ansprechpartnern finden Trauernde zum Beispiel in Gemeindebriefen oder in Flyern, die in manchen Gemeinden ausliegen. Bei einigen Gemeinden gibt es auch Terminhinweise auf der Gemeindewebsite.

Weitere Informationen zum Thema Trauerbegleitung